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	<description>Geschmack f&#252;r alle Lebenslagen.</description>
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		<title>CD-Review: Keep A Private Room Behind The Shop (Tom Rosenthal)</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 11:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Superlative sind toll. Sie geben uns eine einfache Möglichkeit, Bedeutungen zu artikulieren. Sie helfen uns, mit minimalen Mitteln große Aufmerksamkeit zu erregen. Das Problem ist ihr Absolutheitsanspruch: Wer garantiert, dass der beste Song aller Zeiten nicht an einem Tag Post-Rock [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2782" src="http://floffimedia.de/images/Tom-Rosenthal-Keep-A-Private-Room-Behind-The-Shop.jpg" alt="" width="600" height="403" /></p>
<p>Superlative sind toll. Sie geben uns eine einfache Möglichkeit, Bedeutungen zu artikulieren. Sie helfen uns, mit minimalen Mitteln große Aufmerksamkeit zu erregen. Das Problem ist ihr Absolutheitsanspruch: Wer garantiert, dass der beste Song aller Zeiten nicht an einem Tag Post-Rock von Sigur Rós und am nächsten Tag Post-Punk von Jamie T ist? Obendrein kommt noch dazu, dass wir in der Ära der unbegrenzten Archivierung leben: Die euphoriegetränkten Worte verschwinden nicht nach ein paar Stunden wieder aus dem Gedächtnis anwesender Ohrenzeugen, sie sind für alle Zeit einem lesenden Publikum aus aller Welt uneingeschränkt sichtbar. Ehe man es sich versieht, haben einem die Superlative ein mittelgroßes Glaubwürdigkeitsproblem beschert. Und dass nur, weil wir keinen besseren Weg gefunden haben, unsere Begeisterung auszudrücken.</p>
<p>Ich könnte schreiben, dass mich noch kein Singer-Songwriter so schnell völlig eingenommen hat wie <a href="http://www.tomrosenthal.co.uk/" target="_blank">Tom Rosenthal</a>. Außer vielleicht Bon Iver. Oder dass er eine der fünf Platten für die einsame Insel aufgenommen hat. Wahr ist aber nur: Ich kenne zu diesem Zeitpunkt keinen Künstler dieser Kategorie , der auf einer solchen Bandbreite solch großartige Musik produziert wie Tom Rosenthal. Die Remineszenzen sind in diesem Genre leicht zu bestimmen, genannt habe ich schon Justin Vernon, deutlich spürbar in <strong>&#8220;Eyes Eyes Eyes&#8221;</strong>, hinzuzufügen ist aber mit Sicherheit auch noch The Tallest Man On Earth, der in <strong>&#8220;Forgets Slowly&#8221;</strong> fast schon plastisch greifbar wird. Man erkennt die Anleihe an der Verwendung der Gitarre als einzige rhythmische Komponente, als vorpreschendes, galoppierendes Element. Genauso sieht für Rosenthal das Verständnis des Klaviers aus: Es dient nicht nur zur hintergründigen Begleitung, sondern als treibende Kraft.<span id="more-2781"></span></p>
<p>Mit <strong>&#8220;The Boy&#8221;</strong> reanimiert Rosenthal das jahrhundertealte Modell der Ballade und haucht ihm im gleichzeitig in vollen Zügen neues Leben ein. Vielleicht habe ich seit Gil Scott-Heron keinen so innovativen Einsatz von Sprechgesang mehr gehört. Das Klavier plätschert neben der Geschichte her und wirkt so spielend leicht, dass man eine Improvisation vor sich zu haben glaubt. Die Einbettung von Hörspiel-Geräuschen, immer passend zum Verlauf der Erzählung, lässt eine geradezu bildlich begehbare Landschaft entstehen.</p>
<p>Auf der einen Seite steht immer die Dramatik, die sich beispielsweise in den Synthies von <strong>&#8220;Lights Are On but Nobody&#8217;s Home&#8221;</strong> widerspiegelt oder in der Stimmung des darauffolgenden, großartigen <strong>&#8220;Take Care&#8221;</strong>. Gleichzeitig kann man sich aber Tom nicht ohne Lächeln auf dem Gesicht vorstellen, wenn er Zeilen wie &#8220;Life&#8217;s a beach, life&#8217;s a beach, life&#8217;s a bloody beach&#8221; textet. Auch <strong>&#8220;There is a Dark Place&#8221;</strong> beginnt mit leiser Nachdenklichkeit, bis das Piano mit voller Kraft einschlägt und sich die Emotionen so sehr überschlagen, dass dem Sänger keine Worte mehr übrig bleiben. Es wird gegackert und gekrächzt, geplappert und gewimmert; nur, um in einem klassischen Shanty zu enden, das zum Mitgröhlen einlädt. An anderer Stelle singt Rosentahl über das Gefühl, Karl Marx im Bad zu lesen und über einen gewissen Toby Carr, der ein schwieriges Verhältnis zu Thunfisch hat. Das zeigt: Bei allem Talent zu tiefgreifendem Pathos nimmt sich dieser Mann nicht ernst. Das macht ihn unglaublich sympathisch.</p>
<blockquote><p>The old, the young, the brave got stung all around you<br />
The lights fell down upon the world and did surround you<br />
Take care of all the lonely souls and love will hold you<br />
Oh how you walked through the dark and love destroyed you</p>
<p>[Take Care]</p></blockquote>
<p>Tom Rosenthal ist 25 Jahre alt und lebt in London. <strong>&#8220;Keep A Private Room Behind The Shop&#8221;</strong> ist sein Debütwerk, momentan arbeitet er aber bereits an einem Nachfolger. Auf <a href="http://soundcloud.com/tomrosenthal1" target="_blank">Soundcloud</a> gibt es nicht nur seine offiziellen Veröffentlichungen im Stream, sondern auch eine Fülle an Demoaufnahmen, die unser Verlangen nach neuem Material vorerst stillen sollten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/p8hN7fJMl6g" width="600" height="335"></iframe></p>
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		<title>Zwei Wochen Kotti</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 19:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gelegentlich meint es das Schicksal außergewöhnlich gut mit mir. Zum Beispiel, wenn es mich für zwei Wochen direkt ans Kottbusser Tor verschlägt. Der Naunynstraße wird mancherorts gar südländisches Flair bescheinigt, fest steht zumindest: Hier kann man wohnen, wo andere Urlaub [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2771" title="Kotti 01" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-01.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p>Gelegentlich meint es das Schicksal außergewöhnlich gut mit mir. Zum Beispiel, wenn es mich für zwei Wochen direkt ans Kottbusser Tor verschlägt. Der Naunynstraße wird mancherorts gar südländisches Flair bescheinigt, fest steht zumindest: Hier kann man wohnen, wo andere Urlaub machen. Oder feiern gehen. Leben lässt es sich jedenfalls ausgesprochen gut.</p>
<p>Zwei Notizen am Rande: Tausende Menschen melden sich von <a href="http://instagr.am/" target="_blank">Instagram</a> ab, ich melde mich an. Zu finden bin ich wie immer unter dem Namen floffimedia, online sind alle Bilder auf <a href="http://statigr.am/floffimedia" target="_blank">Statigram</a> zugänglich. Des Weiteren habe ich das <a href="http://floffimedia.de/portfolio/" target="_blank">Portfolio</a> in das neue Template integriert, die Bilder passen sich nun also wie der Rest der Seite automatisch an die Fenstergröße an. Mit einer Breite von 1024 Pixeln sind sie im Vergleich zu früher mehr als 2,5 Mal so groß. Viel Vergnügen!<span id="more-2770"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2772" title="Kotti 02" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-02.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2773" title="Kotti 03" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-03.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2774" title="Kotti 04" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-04.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2775" title="Kotti 05" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-05.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2776" title="Kotti 06" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-06.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2777" title="Kotti 07" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-07.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2778" title="Kotti 08" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-08.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2779" title="Kotti 09" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-09.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2780" title="Kotti 10" src="http://floffimedia.de/images/Kotti-10.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
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		<title>I woke up this morning and I was normal &#8211; Skins Season 6 Part 4</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 16:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuallererst: Skins ist Geschichte. Die Serie, die mich einen Großteil meiner Jugend begleitet und geprägt hat, hat mit dem Finale der sechsten Staffel ihr Ende gefunden. Allerdings ist für 2013 eine kurze Rückkehr mit drei Episoden geplant, in denen auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2755" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2755" src="http://floffimedia.de/images/Skins-Season-6-Rich-Alo.jpg" alt="" width="600" height="383" /><p class="wp-caption-text">© E4</p></div>
<p>Zuallererst: <em>Skins</em> ist Geschichte. Die Serie, die mich einen Großteil meiner Jugend begleitet und geprägt hat, hat mit dem Finale der sechsten Staffel <a href="http://www.telegraph.co.uk/culture/tvandradio/9130588/Skins-cancelled-by-Channel-4.html" target="_blank">ihr Ende gefunden</a>. Allerdings ist für 2013 eine kurze Rückkehr mit drei Episoden geplant, in denen auch Mitglieder der ersten beiden Generationen wieder auftauchen sollen. So ganz darf man dieser Ankündigung noch nicht trauen: Schon vor Ewigkeiten verbreiteten sich Gerüchte über einen sich angeblich in Vorbereitung befindlichen Kinofilm, aus dem letztendlich nie etwas wurde. Großartig wäre eine solche Wiedervereinigung jedoch ohne Zweifel. Vielleicht würden dann endlich die unklaren Staffelenden aufgeklärt, die uns bis heute darüber grübeln lassen, ob Sid und Cassie jemals wieder zusammengefunden haben oder ob Cook die Auseinandersetzung mit Effys Psychologen überlebt hat.</p>
<p>Doch unabhängig davon, ob diese kurze Rückkehr noch stattfinden wird, haben wir schon lange gespürt, dass es Zeit für einen Abschied wurde. Wir haben uns zum ersten Mal richtig verliebt, als Sid, Freddie oder Emily es taten, wir feierten durchzechte Nächte zusammen mit Chris, Effy und Cook. Es fiel jedoch schwer, sich mit den neuen Kids zu identifizieren. Irgendwie hatten wir all ihre Probleme schon einmal durchlebt, wir schauten müde lächelnd auf sie herab, wohlwissend: Wenn ihr einmal so weit seid wie wir, werdet ihr verstehen. Das änderte sich ein wenig in dieser Staffel, die zeigte, dass auch die neue Generation kämpfen muss. Vielleicht sogar mehr als ihre Vorgänger, weil sie auf bestimmte Art und Weise noch isolierter ist und so unreif in einer Welt, die immer komplexer wird. Trotzdem kennt das Leben auch für sie keine Gnade, und auch sie werden irgendwann erwachsen werden.<span id="more-2754"></span></p>
<p>Peter Pan, das ist der einzige Junge, der niemals erwachsen wird. Weil er nicht erwachsen werden möchte. Peter Pan, das ist ebenfalls eine großartige Metapher für den Alo, den wir im letzten Jahr kennengelernt haben. Er nimmt die Dinge nicht sonderlich ernst und verletzt andere mit seiner Sorglosigkeit. <em>»To put it with brutal frankness, there never was a cockier boy.«</em> Gleichzeitig lebt er ein viel erfüllteres, abenteuerreiches Leben. <em>»You just live a bit harder than everybody else does,«</em> bemerkte Naomi in Staffel 4 über Cook, eine der besten Zeilen der Serie und zum Großteil auch auf Aloysius übertragbar.</p>
<p>Wendy ist das genaue Gegenteil davon, die Personifizierung von Verantwortungsbewusstsein und Bemutterung. Ihre Liebe zu Peter passt aber nicht in die Dimension einer Mutter-Kind-Beziehung, er ist nur nicht im Stande, das zu begreifen. Das ist die Tragik der Geschichte: Peters Kühnheit ist eine Farce, ihm fehlt der Mut, aus dem Zyklus der ewigen Kindheit auszubrechen und sich für Wendy zu entscheiden. Tinker Bell ist nur ein unbedachter Flirt, ihre Verbundenheit zu ihm stand sowieso schon fest. Doch während sich im Buch die Eifersucht Tinks gegen Wendy richtet, ist im vorliegeden Fall Alo der Leidtragende. Am Ende kann sie jedoch nicht anders, als sich selbstlos für ihn zu opfern.</p>
<p>Es ist erstaunlich, wie mühelos die Symbolik aus James Barries hundert Jahre altem Roman auf diese Episode übertragbar sind. Es verleiht der Serie Tiefe, etablierte Erzählungen aufzugreifen und mit den eigenen Figuren zu verknüpfen. So schockierend Freddie McClairs Schicksal auch war, die Vorlage des Hamlet bietet einen Deutungsansatz. Gleichzeitig ist es erfrischend mit anzusehen, wie die Autoren von <em>Skins</em> zeitgenössische Themen einfließen lassen. Das ist nicht nur tolle Unterhaltung, das ist tolles Storytelling. Die Beziehung mit Poppy mag für Alo verhängnisvoll enden, aber gleichzeitig bringt sie ihn wieder näher zu Mini. Auch Alo bekommt die einzigartige Chance, aus dem Kreislauf der ewigen Kindheit auszubrechen, und er hat seine Entscheidung noch nicht getroffen. Noch weiß er nicht, dass Liebe bedeutet, zuallererst uneingeschränkt Ja zu sagen und erst danach nach dem Warum zu fragen. Aber er befindet sich auf dem Weg in die richtige Richtung. <em>»All children, except one, grow up.«</em></p>
<p>Liv wurde vom Verlust Graceys hart getroffen. Härter, als wir bisher bemerkt haben. Das liegt daran, dass sie sich von ihrem ehemaligen Freundeskreis fast vollständig abgegrenzt hat. Sie kann nicht verstehen, wie das Leben für andere einfach weitergehen kann. Alex ist ihr Rettungsanker, weil von den Ereignissen der Vergangenheit völlig unberührt ist. Als er sie jedoch im Stich lässt, fällt ihr wieder auf, wie einsam sie ist.</p>
<p>Ich hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten, die Figur Livs glaubwürdig zu finden und die Trauer um Grace nicht als albern zu sehen. Genau das sind nämlich Szenen wie die, in der die Ballerina kindisch auf ihrem Bett herumhüpft. Auf eine Weise sind die Phantomschmerzen Livs aber sehr nachvollziehbar, ihr Zögern, mit dem Krebsverdacht einen Arzt aufzusuchen, die Angst vor einem ähnlichen Schicksal wie dem ihrer Freundin und davor, das Versprechen gegenüber ihrer kleinen Schwester zu brechen.</p>
<p>Berührend ist die Unterhaltung zwischen Liv und Doug, der uns an eine Cassie erinnert, die auch einmal so verzweifelt war wie Olivia, und gleichzeitig seinen Abschied vom Bildungssystem bekanntgibt. Er möchte Reiten, Snowboarden, Kajakfahren. Es ist kein Aufruf, vor Problemen davonzulaufen, sondern ein Bekenntnis zur Zukunft: Ein starkes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in kommende Gelegenheiten und in noch so viele ungenutzte Chancen. Für Liv steht die Zukunft völlig offen. Sie weiß im Augenblick nicht einmal, was der Knoten in ihrem Unterleib bedeutet und ob er für ihren baldigen Tod sorgen könnte. Alle Pläne für das weitere Leben scheinen unendlich weit entfernt zu sein. Trotzdem der fromme Wunsch: <em>»I hope you like horseriding.«</em> <em>»And I hope you like everything.«</em></p>
<p>Auch wenn Skins ganz offensichtlich durch und durch vom Geist seiner Zeit getränkt ist, haben sich die Macher bisher immer ein wenig davor gescheut, die Serie mit großen Ereignissen der Gegenwart zu verbinden. Sicher, da gab es das Osama-Musical zu Beginn der zweiten Staffel. Und seit kurzem tauchen überall iPhones auf, als würden sie irgendwo kostenlos verteilt. Trotzdem fand ich es überraschend, Livs Vision von Grace inmitten eines Occupy-Lagers zu sehen. Das tauchte buchstäblich aus dem Nirgendwo auf. Man kann das nur schwer als Feststellung sehen, denn groß ist der Einfluss der Bewegung bisher noch nicht. Viel eher taugt die Vision als Prophezeiung: Die verlorene Generation wird sich emanzipieren und aus ihrem Schicksal der Apathie ausbrechen. Vielleicht dürfen wir am Ende nicht den Zusammenbruch des Kapitalismus erwarten, aber Selbstverwirklichung und eine Zukunft mit neuem Selbstbewusstsein.</p>
<h5>Dies ist der vierte Teil einer fünfteiligen Serie über zeitgenössische Fernsehkultur, eine verlorene Generation und bittere Erkenntnisse. <em>»Do I sound like a complete twatting idiot sometimes?«</em></h5>
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		<title>Und plötzlich war Sommer</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 20:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schwierig, den genauen Zeitpunkt festzumachen. Vielleicht war es, als ich abends aus der Tür trat und die Luft nach einem lauen Sommerabend roch. Vielleicht war es, als ich um vier Uhr morgens zum ersten Mal in diesem Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2757" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-01.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p>Es ist schwierig, den genauen Zeitpunkt festzumachen. Vielleicht war es, als ich abends aus der Tür trat und die Luft nach einem lauen Sommerabend roch. Vielleicht war es, als ich um vier Uhr morgens zum ersten Mal in diesem Jahr die Vögel Zirpen hören konnte. Oder vielleicht auch erst, als ich im T-Shirt durch die Straßen lief und mir der kühle Wind über die Arme strich. Tatsache ist: In Berlin gibt es nur Winter und Sommer. Die zweite Jahreszeit hat begonnen.<span id="more-2756"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2758" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-02.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2759" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-03.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2760" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-04.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2761" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-05.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2762" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-06.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2763" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-07.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2764" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-08.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2765" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-09.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2766" src="http://floffimedia.de/images/Sommer-in-Berlin-10.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
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		<title>Serienwahn: Mad Men</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 00:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte beginnt mit einem Mann in den besten Jahren, der sich in einer verrauchten Bar den Kopf über ein Konzept zerbricht, das er auf eine Serviette kritzelt. Gutaussehend ist er, keine Frage, erfolgreich, ein Mann, der weiß, was er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2753" class="wp-caption alignnone" style="width: 865px"><img class="size-full wp-image-2753" src="http://floffimedia.de/images/Mad-Men-Season-5.jpg" alt="" width="855" height="641" /><p class="wp-caption-text">© AMC</p></div>
<p>Die Geschichte beginnt mit einem Mann in den besten Jahren, der sich in einer verrauchten Bar den Kopf über ein Konzept zerbricht, das er auf eine Serviette kritzelt. Gutaussehend ist er, keine Frage, erfolgreich, ein Mann, der weiß, was er will. Es folgt exzessiver Tabak- und Alkoholkonsum, anschließend ein Besuch bei der Geliebten. Am nächsten Tag steht ein Meeting mit den Chefs von Lucky Strike an. Noch immer besitzt unser Protagonist keinen Plan, er blättert in leeren Akten. Doch dann schüttelt er in letzter Minute den Slogan <em>»It&#8217;s Toasted«</em> aus dem Ärmel. Wer ist dieser Mann? Don Draper heißt er und er ist einer dieser Männer, die nur <em>Mad Men</em> genannt werden, weil sie ihr Geld in Werbeagenturen in der Madison Avenue verdienen.</p>
<p>Gerade einmal ein halbes Jahrhundert befindet sich die Handlung von <em><a href="http://www.amctv.com/shows/mad-men" target="_blank">Mad Men</a></em> in der Vergangenheit. Aber es wirkt, als läge diese Epoche noch ein ganzes Stück weiter zurück in der Geschichte. Etwas seltsam Nebulöses umweht diese Zeit, als wäre es eine Ära, deren Existenz wir schon lange vergessen hätten. Eine Ära, die unsere Eltern nur noch am Rande in ihrer Kindheit miterlebt haben und die für unsere Großeltern schon zu unbedeutend war, um noch ausgiebig davon zu berichten. Genau deshalb wirkt die Serie auch eher wie gelebter Geschichtsunterricht anstatt reiner Unterhaltung.<span id="more-2752"></span></p>
<p>Es war ein Geniestreich, die Hauptfigur an einer Karriere in der Werbeindustrie festzumachen. So wird nicht nur die damalige Gesellschaft beleuchtet, sondern auch ihr langsames abdriften in eine Konsumkultur, begleitet von stets neuen technischen Errungenschaften. Don Draper selbst ist ein Self-Made-Man. Seine Ursprünge liegen in einer Farmerfamilie irgendwo im Mittleren Westen. Durch Zielstrebigkeit, Hartnäckigkeit und Betrügereien hat er es schließlich ins neue Bürgertum geschafft. Er ist der Inbegriff der Spießigkeit, doch auch ihn erreichen die Ausläufer der gerade aufflammenden Gegenkultur. <em>»Ich träumte, ich würde Liebe machen mit Fidel Castro,«</em> ruft ein junges, weibliches Mitglied eines Beatnik-Clubs, bevor sie sich auf Wunsch eines männlichen Zuschauers die Kleider vom Leib reißt.</p>
<p>Solche Szenen sind freilich absolute Ausnahme. Der Alltag ist geprägt von tief verankertem Sexismus und Rassismus. Die Männer sind pausenlos mit Rauchen und Trinken beschäftigt, während die Frauen in neugebauten Eigenheimen ihre Sprösslingle großziehen, die erst viel später Scheidungskinder werden sollen. Erst dann nämlich, wenn schlussendlich doch eine der zahlreichen Affären ihrer Ehemänner auffliegt. Solche Oberflächlichkeiten hören dort auf, wo die grandiose Schauspielarbeit der Darsteller zum Tragen kommt und ein Stück weit Verständnis für diese Lebensverhältnisse einfordert. Die Dramaturgie spielt sich auf emotionaler Ebene ab. Angehörige von gesellschaftlichen Randgruppen werden feinfühlig porträtiert. Die bis ins letzte Detail famose Ausstattung verschlingt zu Recht ein Millionenbudget.</p>
<p>Sehr viel greifbarer wird die Welt der sechziger Jahre auch durch diese Serie nicht. Zu unwirklich scheint dieses Leben, das dem Vergleich zur heutigen Zeit in keiner Weise standhalten kann. Doch wir dürfen gerne staunen. Und schmunzeln. So viel kann sich ändern in nur fünfzig Jahren.</p>
<p>Nach fast einundhalb Jahren Abwesenheit kehrt <em>Mad Men</em> heute Abend mit der nunmehr fünften Staffel endlich wieder auf die Bildschirme der Welt zurück. Wir können uns glücklich schätzen, dass es <a href="http://artsbeat.blogs.nytimes.com/2012/03/07/the-mad-men-season-that-almost-wasnt-an-interview-with-matthew-weiner-part-1/" target="_blank">überhaupt</a> noch einmal so weit gekommen ist. Vorerst erfolgt die Ausstrahlung nur über den amerikanischen Kabelsender AMC, doch da gewohnheitsgemäß sehr viel Zeit vergeht, bis hochrangige Serien auch in Deutschland ankommen, empfiehlt sich wie immer der Genuss des Originals über einen Streaming-Anbieter eurer Wahl.</p>
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		<title>Rise And Shine</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 22:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feature]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Jahre ist es her, dass ich erstmals ein komplettes Template für WordPress schrieb. &#8220;greyscale&#8221; nannte ich es, weil im Stylesheet (zumindest anfangs) ausschließlich Grautöne eingesetzt wurden. Farbe sollte durch die vielen Bilder auf die Seite kommen. Bis zum heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2751" src="http://floffimedia.de/images/Grunewald-Redesign.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p>Drei Jahre ist es her, dass ich erstmals ein komplettes Template für <a href="http://wordpress.org/" target="_blank">WordPress</a> schrieb. &#8220;greyscale&#8221; nannte ich es, weil im Stylesheet (zumindest anfangs) ausschließlich Grautöne eingesetzt wurden. Farbe sollte durch die vielen Bilder auf die Seite kommen. Bis zum heutigen Tag habe ich dieses Theme auf floffimedia verwendet, doch in seiner langen Einsatzzeit hat es sich so sehr verändert, dass der Name vermutlich die größte Gemeinsamkeit mit dem ursprünglichen Stück Code bildet. Genau das war das Problem: Im Lauf der Zeit habe ich ständig Verbesserungen angebracht, Änderungswünsche umgesetzt, Ergänzungen implementiert. Irgendwann wirkte die Seite von außen wie von innen wie ein Flickenteppich. Also machte ich mich ans Werk.</p>
<p>Stolz kann ich verkünden: Ab heute besitzt floffimedia erstmalig ein einheitliches, durchdachtes Design!</p>
<p>Die Grundlage bildet HTML5, um mir endlich einen Anreiz zu geben, die bislang deklarierten Tags zu verinnerlichen. Damit dürfte das Markup auch für Maschinen ein wenig verständlicher werden. Dazu passend kommen an einigen Stellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Responsive_Design#Beispiel_Media_Query" target="_blank">CSS3-Media-Queries</a> zum Einsatz, die das Aussehen bei schmalen Fensterbreiten verbessern. Responsives Design also, um das beliebte Modewort aufzugreifen. Mit ein paar kleinen Abstrichen sind jedoch alle Funktionen auch noch bis CSS 2.1 nutzbar. Allgemein beträgt die Seitenbreite aber sowieso nur 855 Pixel und entspricht damit der Breite des größten Bildformates. Nicht nur aus Scheu vor zusätzlicher Arbeit habe ich mich für diese doch eher schmale Gestaltung entschieden, ich denke auch, dass dieses Format einen guten Kompromiss aus angenehmer Bildgröße und erträglicher Ladezeit dastellt. Für höherauflösende Fotos kann ich immer noch eine Lightbox mit Slideshow einbinden, falls ich das irgendwann wollen sollte.<span id="more-2750"></span></p>
<p>Die Ladezeit betreffend gibt es ja mittlerweile <a href="http://filamentgroup.com/lab/responsive_images_experimenting_with_context_aware_image_sizing/" target="_blank">viele</a> <a href="http://www.w3.org/community/respimg/2012/03/15/polyfilling-picture-without-the-overhead/" target="_blank">Methoden</a>, über Skripte abhängig von der Größe des Viewports verschiedene Bildformate anfordern und, falls nicht in der richtigen Auflösung vorhanden, sogar passend <a href="http://adaptive-images.com/" target="_blank">zuzuschneiden</a>. Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, ein solches Skript aktiv zu testen, kann mir aber gut vorstellen, dass ich eine derartige Lösung noch nachträglich einbauen werde. Smartphone-Nutzer wissen zu schätzen, wenn kostbare Kilobytes eingespart werden, und meinem Server dürft ein niedrigeres Datenaufkommen auch gefallen.</p>
<p>Kleine Gimmicks sind das Suchfeld, das automatisch ausfährt, wenn man den Cursor darin platziert oder das Twitclagg-Feld, das beim Zusammenschieben des Browserfensters an Stelle des Slogans unter das Logo wandert. In den Menüs sind interne Links orange unterstrichen, externe dagegen blau; über das &#8220;f&#8221; im Footer gelangt man wieder zum Header. Ein wenig Mühe habe ich mir wieder bei der <a href="http://floffimedia.de/archiv/" target="_blank">Archiv-Seite</a> gegeben, die durch den Wegfall des &#8220;Themen&#8221;-Dropdown-Menüs an Bedeutung gewinnt; auf Suchergebnisseiten wird nun der Suchbegriff noch einmal prominent hervorgehoben. All das sind winzige Details, die normalerweise wahrscheinlich gar nicht auffallen werden, aber zur allgemeinen Benutzbarkeit beitragen sollen. Ich kann aber mit Bestimmtheit sagen, dass es keinen Platz auf dieser Seite gibt, über dessen Existenz, Aussehen und Funktionsweise ich nicht längere Zeit nachgedacht habe. Das macht mich ein klitzekleines bisschen stolz.</p>
<p>Ich hatte ja im Vorfeld Überlegungen über einen Wechsel zu einem anderen CMS angestellt, weil mir WordPress in letzter Zeit zu aufgeblasen und zu träge vorkam. Nicht nur, dass es den Ergebnissen meiner Recherche nach noch keine vollwertige Alternative gibt, durfte ich beim Verwenden vieler verschiedener Template-Tags wieder feststellen, wie ungemein praktisch diese Funktionsvielfalt sein kann. Natürlich besteht meine Liebe zu WordPress weiter und ein wenig schäme ich mich dafür, dass ich noch vor ein paar Tagen so harsche Worte wählte, als ich über das Urgestein der Bloggin-Tools sprach. Trotzdem plane ich eine kurze Übersicht von nicht-datenbankbasierten CMS und eine Einordnung der verschiedenen Systeme, denn Alternativen gibt es tatsächlich, auch wenn man sich in jedem Fall einschränken oder umstellen muss.</p>
<p>Alles in allem kann ich jetzt schon versichern, dass sich das Schreiben nach der Schönheitskur gleich viel leichter anfühlt. Ich freue mich, dass ich große Bilder einsetzen kann, ohne befürchten zu müssen, dass die Texte dann gleich unlesbar werden. Ich freue mich, dass diese Website auf Mobilgeräten betrachtet werden kann, ohne dass die Nutzer durch vertikales Scrollen abgelenkt werden. Ich freue mich, dass mir endlich wieder wohl ist in meiner Haut. Auf eine glorreiche Zukunft!</p>
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		<title>Maybe we just enjoy it &#8211; Skins Season 6 Part 3</title>
		<link>http://floffimedia.de/filme/maybe-we-just-enjoy-it-skins-season-6-part-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 22:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt gewisse Regeln bei Skins, die in der mittlerweile dritten Generation ziemlich offensichtlich werden. Das erste Jahr ist dazu gedacht, die neuen Personen schrittweise an die Zuschauer heranzuführen, im zweiten Jahr wird die Handlung dann härter und düsterer. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2748" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2748" src="http://floffimedia.de/images/Skins-Season-6-Franky-Nick-Chemistry.jpg" alt="" width="600" height="464" /><p class="wp-caption-text">© E4</p></div>
<p>Es gibt gewisse Regeln bei <em>Skins</em>, die in der mittlerweile dritten Generation ziemlich offensichtlich werden. Das erste Jahr ist dazu gedacht, die neuen Personen schrittweise an die Zuschauer heranzuführen, im zweiten Jahr wird die Handlung dann härter und düsterer. Im zweiten Jahr stirbt grundsätzlich eine der Hauptfiguren, was nicht grundsätzlich zur Authentizität der Serie beiträgt, aber durchaus sehr interessant sein kann. Und während die Charaktere sich in ihrer ersten Staffel erst einmal gegenseitig kennenlernen müssen, verlieben sie sich dann im zweiten Jahr.</p>
<p>Das erste neue Pärchen besteht aus Mini und Alo. Gleich am Anfang dieser Romanze an zeigt sich, dass Mini noch immer an einer leichten Persönlichkeitsstörung zu leiden hat. Ihr fällt es schwer, sich auf andere Menschen einzulassen, weil sie sich dadurch von anderen angreifbar fühlt und Angst hat, in der Beziehung enttäuscht zu werden. Das ist kein Wunder, betrachtet man die Tatsache, dass ihr Vater niemals richtig Teil ihres Lebens war. Gerade an ihn wendet sie sich aber, als Mini nach Entdeckung ihrer Schwangerschaft keinen anderen Ausweg mehr sieht: Der Nähe zu Alo ist sie stets ausgewichen, während ihre Mutter mit ihrem Lebensstil scheinbar kaum reifer ist als sie selbst.<span id="more-2747"></span></p>
<p>Schön anzusehen ist, wie subtile Parallelen zwischen Minerva und ihrem Vater gezogen werden, wenn uns beispielsweise dargelegt wird, woher Minis vielzitierter Ausspruch <em>»sorted«</em> stammt. Allerdings werfen die Gemeinsamkeiten auch Fragen auf: Wenn Minis Eitelkeit und ihr Hang einem auf Äußerlichkeit bedachten Auftreten von ihrem Vater stammt, findet sich dann bei ihrer Mutter die versteckte Verletzlichkeit, die allzu oft verborgene Aufrichtigkeit? Dass sie auch solche Qualitäten besitzt, wird nämlich in dieser Folge erstmal richtig deutlich. Wie sympathisch wirkt die neue Mini, was für eine schöne und kostbare Persönlichkeit! Sie merkt nicht, dass das neben Ryan, dem Assistenten ihres Vaters, auch Alo erkannt hat. Der weiß um ihre Zurückhaltung und meint: <em>»I don&#8217;t think you know how to love anything.«</em> Erst am Ende sehen wir, dass das nicht stimmt. Mini wird abermals von ihrem Vater verlassen, findet dadurch aber wieder zu ihrer Mutter zurück. Diese erzählt ihr: <em>»When I saw your little heartbeat on the screen, I loved you. More than anything else.«</em> Mini ahnt, dass es ihr nicht anders ergehen wird. Sie scheut sich davor, den winzigen Menschen auf dem Ultraschallmonitor anzusehen, sie scheut sich davor, alleinerziehende Mutter zu werden. Aber schließlich kann sie doch nicht anders, als diesem unschuldigen Wesen ihren Blick zuzuwenden. Sie könnte die erste <em>Skins</em>-Figur werden, die ein Kind bekommt.</p>
<p>Frankie steht ihr ungefragt zur Seite. Ehemals so androgyn, schöpft sie viel Kraft aus ihrem neuen weiblichen Selbstbewusstsein. So viel Kraft, dass sie sich aus zwei destruktiven Verhältnissen befreien konnte, in die sie mehr gezogen wurde als sich freiwillig hineinzustürzen. In der sich entwickelnden Beziehung mit Nick hat sie die Oberhand und lässt deshalb mehr Sorgfalt walten als in früherer Zeit. <em>»I don&#8217;t need fucking saving«</em> schleuderte sie Nick noch entgegen, als der sie aus ihrer selbstzerstörerischen Eskapade mit Luke befreien wollte. Doch der neue Nick, der sich nicht mehr mit anderen Männern auf einem Rasen um einen rübenförmigen Ball prügelt und seinen Lacoste-Look abgelegt hat, ist deutlich charismatischer als sein Bruder geworden. Trotzdem steht er loyal zum in Verrufenheit geratenen Matty, als dieser plant, aus dem Exil zurückzukehren. Dass die Rückkehr schließlich an den zwielichtigen Gestalten der Bristoler Unterwelt scheitert, kümmert uns wenig. Matty befindet sich in einer auswegslosen Situation, in die er sich selbst gebracht hat, in die er allerdings auch absichtlich von seinem ehemaligen Freundeskreis gedrängt wurde. Er könnte einem wirklich leid tun, aber dafür wirkt er nicht überzeugend genug.</p>
<p>Als Franky und Nick schlussendlich zueinander finden, scheint so viel positive Energie zu entstehen, dass alle düsteren Ereignisse der Vergangenheit auf einen Schlag wieder wettgemacht werden. Das neue Paar blickt in die Zukunft. <em>»So what now?«</em>, fragt Nick sich, fragen wir uns alle. <em>»Maybe we just enjoy it.«</em> Wie wundervoll. So dürfte es immer weitergehen.</p>
<h5>Dies ist der dritte Teil einer fünfteiligen Serie über zeitgenössische Fernsehkultur, eine verlorene Generation und klare Ansprüche. <em>»If you&#8217;re not here to fuck me, go home.«</em></h5>
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		<title>Alles wird besser oder: Bloggen im Jahr 2012</title>
		<link>http://floffimedia.de/blog/alles-wird-besser-oder-bloggen-im-jahr-2012/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 07:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war so ein Gefühl, das mich langsam überkam, vor einigen Monaten schon. Es trat in Schüben auf, unberechenbar, und ließ sich nicht recht greifen. Ein leichter Anflug von Unbehagen, als fühlte ich mich nicht mehr recht wohl in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2746" src="http://floffimedia.de/images/Pinsel-Redesign.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p>Es war so ein Gefühl, das mich langsam überkam, vor einigen Monaten schon. Es trat in Schüben auf, unberechenbar, und ließ sich nicht recht greifen. Ein leichter Anflug von Unbehagen, als fühlte ich mich nicht mehr recht wohl in der eigenen Haut. <em>»Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend, und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen. Er kann dich aufbauen oder zerstören.«</em> Der Gedanke: Wieder einmal Zeit für ein Redesign.</p>
<p>Seien wir einmal ehrlich: floffimedia hatte noch nie ein Logo, das man als solches bezeichnen konnte. Viel eher einen ideenlosen Schriftzug in <a href="http://www.theleagueofmoveabletype.com/chunk" target="_blank">ChunkFive</a>. Dem Font werde ich gerne treubleiben, aber die visuelle Marke wird verschönert und prägnanter werden müssen. Dann der Header: Seine enorme Breite ist hauptsächlich der allgemeinen Seitenbreite von 955 Pixeln geschuldet, die sich an dem nach wie vor De-Facto-Standard von 1024 Pixeln orientiert. Warum aber kam ich nie auf die Idee, die Inhalte in zwei Spalten aufzuteilen, gerade des unerträglich langgezogenen Twitclagg-Feldes wegen?</p>
<p>Im Content-Bereich stoßen die überdimensionierten Uppercase-Überschriften auf, die so völlig unharmonisch auf den kaum lesbaren Fließtext treffen. Ich könnte das auf die Eigenschaften von Arial bzw. Helvetica (schimpft mich Windows-Nutzer) schieben, aber natürlich liegt die Schuld bei mir: Für einen Moment können die großen, serifenlosen Majuskeln unglaublich anziehend wirken, aber leider sieht man sich so schnell daran satt. Auf der anderen Seite verliert die Groteske im Fließtext ab einer bestimmten Größe einfach ihren Reiz. Die Mischung mit einer Serifen-Schrift müsste wieder her. Willkommen zurück, Georgia! Auf menschenfreundlich implementierte und gerenderte Webfonts stelle ich mich für die nächste oder übernächste Dekade ein, gleich nach der Fertigstellung von HTML6.<span id="more-2745"></span></p>
<p>Die Sidebar als grob fahrlässige Platzverschwendung dürfte eigentlich gerne in den Footer wandern oder gleich ganz verschwinden. Bleibt eine Artikelbreite von 600 bis 855 Pixeln, die ich wegen der Bildgrößen nicht so einfach aufgeben kann (der einzige Kompromiss wäre, die alte Breite nur für die alten Posts beizubehalten &#8211; ich habe es gern einheitlich). Trifft sich gut, dass <a href="http://uarrr.org/" target="_blank">Marcel</a> erst kürzlich mit der brillanten Idee aufwartete, die Seite mit der Bildkante abzuschließen. Obendrein hat er schon vor längerer Zeit bewiesen, dass der Text zu Gunsten des Leseflusses gerne schmaler sein darf als die Fotos.</p>
<p>So weit die äußerliche Bestandsaufnahme. Ich machte mich also vor zwei Tagen daran, diese Beobachtungen Schritt für Schritt in ein PSD zu gießen. Das erste Mal, dass ich vor Beginn der eigentlichen Arbeit eine digitale Vorlage erstellen wollte, das erste Mal, dass mein Blog ein wirklich durchdachtes Design erhalten sollte. Ich hielt auf allen Seiten Ausschau nach Inspiration. Das Menü könnte ich eigentlich von <a href="http://mrmooky.com/" target="_blank">Mr. Mooky</a> klauen, die verspielte Eleganz vom <a href="http://www.stadtpirat.net/" target="_blank">Stadtpiraten</a>. Ein wenig Minimalismus vom <a href="http://theme.mmminimal.com/" target="_blank">Mmminimal-WordPress-Theme</a>. Die Kombination von schmalen Graden in Verdana auf der Indexseite und großen Graden in Georgia auf der Artikelansicht vom stilvollen neuen Auftritt der <a href="http://www.faz.net/" target="_blank">FAZ</a>. Ein wenig nahm mir der sich konstant neu erfindende <a href="http://madburyclub.com/" target="_blank">Madbury Club</a> die Angst vor den Konsequenzen eines Redesigns. Wenn wir schon dabei sind, wäre die Umsetzung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Verbesserung" target="_blank">Progressive-Enhancement-Prinzips</a> auch nicht schlecht. Stellenweise ein wenig HTML5 und CSS3 kann nicht schaden. Ach ja, und habe ich schon erwähnt, dass das neue Template selbstverständlich responsiv werden soll? Schuld daran ist <a href="http://visuellegedanken.de/" target="_blank">Martin</a>, der von diesem Thema nicht mehr ablassen will.</p>
<p>Es ist ja nicht so, als ob ich mit der Umsetzung dieses Vorhabens nicht schon mehrere Tage beschäftigt gewesen wäre, es schlichen sich neue Zweifel hinzu. Hat sich deine Liebe zu <a href="http://wordpress.org/" target="_blank">WordPress</a> nicht in letzter Zeit merklich abgekühlt? Hast du nicht längst den Eindruck, im Sinne der Reduktion ginge es bei WordPress nicht mehr darum, so viel wegzulassen wie möglich, sondern um die Frage, überhaupt noch etwas stehen zu lassen?</p>
<p>Als ich mit dem Bloggen anfing, hätte nie jemand den Einsatz einer Datenbank infragegestellt. Es hätte auch nie jemand infragegestellt, dass man, sobald man sich einmal WordPress installiert, für den Rest seines Lebens damit glücklich wird. Niemand außer&#8230; naja, <a href="http://blog.fefe.de/" target="_blank">Fefe</a> vielleicht, aber &#8211; ihr wisst schon. Mittlerweile bin ich bei weitem nicht der Einzige, der sich an dieser Situation stört. Die Kombination einer ständig anwachsenden Datenbank und einem über die Jahre unüberschaubar gewordenen Stück Software führt dazu, dass bei vielen Gelegenheiten schier willkürlich Seiten generiert werden, die ich nicht benötige und über die ich kaum Kontrolle habe. Wozu benötigt jeder Mediathek-Inhalt eine eigene Anhang-Seite? Wann wird welches 404-Template verwendet? Wie kann ich herausfinden, welche Einträge aus der deutschen Sprachdatei im Frontend landen? Nicht nur, dass ich keinen Überblick mehr darüber habe, wie die Software ohne mein Wissen und gegen meinen Willen Inhalte generiert, dieses ständige Generieren frisst auch Zeit und Ressourcen. Ich spielte erstmals ernsthaft mit dem Gedanken, mich nach einem neuen CMS umzusehen.</p>
<p>Dieser <a href="http://daringfireball.net/" target="_blank">Gruber</a>, von dem immer alle sprechen, verwendet doch sowieso ausschließlich spezielle Spezialsoftware. Der <a href="http://www.stadtpirat.net/2011/10/auf-wiedersehen-wordpress/" target="_blank">Stadtpirat</a> setzt auf ein Stück Technik namens <a href="http://processwire.com/" target="_blank">Processwire</a>. Die <a href="http://oddnina.de/2012/02/von-wordpress-zu-octopress/" target="_blank">OddNina</a> hingegen ist erst vor kurzem auf ein System namens <a href="http://octopress.org/" target="_blank">Octopress</a> umgestiegen. <a href="http://uarrr.org/2012/01/10/rrradio-001/" target="_blank">Martin und Marcel</a> wiederum sprachen erst kürzlich von einem Dropbox-basierten CMS mit dem Namen <a href="http://getkirby.com/" target="_blank">Kirby</a>. Überhaupt wäre ja auch <a href="http://www.tumblr.com/" target="_blank">Tumblr</a> längst eine genauere Betrachtung wert, scheidet aber aus, weil es sich nicht auf einem eigenen Server betreiben lässt.</p>
<p>Allerdings darf ich auch nicht vergessen, die Nachteile eines Systemwechsels im Blick zu behalten: Wer garantiert mir, dass beim Umstieg nichts verloren geht? Wer schneidet mir in Zukunft automatisch die Thumbnails zurecht? Muss ich ab sofort jeden Beitrag in einer Monospace-Konsole ohne automatischen Zeilenumbruch schreiben und das HTML-Markup selbst setzen? Schaufle ich mir mein eigenes SEO-Grab, wenn all die alten Links mangels <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rewrite-Engine" target="_blank">Rewrite-Engine</a> ins Leere führen?</p>
<p>Gefühlt unendlich viele Gedanken schwirren mir gerade durch den Kopf, und ich weiß nicht, ob ich den großen Neuanfang überhaupt erst wagen soll. Ich sehe die schlaflosen Nächte vor mir, die vielen Probleme, die kommen werden, die ich mir im Moment aber noch gar nicht ausdenken kann. Diesmal soll es kein unüberlegtes Drauflos-Bauen werden, diesmal werde ich nach Plan vorgehen. Wie einfach es wäre, alles so zu belassen, wie es ist. Alles wäre gut. Aber ich kenne auch die große Ruhe nach dem Sturm, wenn sich der Staub in der Luft gelegt hat und einem der frische Wind ins Gesicht bläst. Alles wird besser.</p>
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		<title>Verteilung: floffimedia-Aufkleber</title>
		<link>http://floffimedia.de/blog/verteilung-floffimedia-aufkleber/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 20:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wisst ihr, was sich dringend ändern sollte? Es gibt noch keine offiziellen Sticker für dieses Blog! Vier lange Jahre fristet floffimedia nun schon als ubiquitöse digitale Marke sein Dasein in der Wolke und bis zum heutigen Tag gibt es für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2744" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2744" src="http://floffimedia.de/images/Sticker-Grau.jpg" alt="" width="600" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Endprodukt wird deutlich schmaler</p></div>
<p>Wisst ihr, was sich dringend ändern sollte? Es gibt noch keine offiziellen Sticker für dieses Blog! Vier lange Jahre fristet floffimedia nun schon als ubiquitöse digitale Marke sein Dasein in der Wolke und bis zum heutigen Tag gibt es für seine Anhänger keine Möglichkeit, sich auch in der physischen Welt als treue Leser zu outen.</p>
<p>Als mir dieser beklagenswerte Zustand vor einigen Tagen erstmalig so richtig auffiel, machte ich mich sofort ans Werk und schrieb Druckereien an, die doch bitte die Herstellung der Printprodukte für mich übernehmen sollten. Kostenlos. Für ein paar warme Worte als nicht zu unterschätzende Gegenleistung. Schließlich nehme ich mit floffimedia kein Geld ein und Tinte, Kleber und Kunststoff sind teure Ressourcen. So viel Materialismus muss erst einmal finanziert sein.</p>
<p>Leider zeigte sich kein Unternehmen zur Kooperation bereit.</p>
<p>Jetzt kommt ihr ins Spiel! So schnell lasse ich mich natürlich nicht unterkriegen. Gesetzt den Fall, dass ihr mir ein klitzekleines Maß an Interesse entgegenbringt, schieße ich eine große Portion Vertrauen vor und am Ende bekommt jeder das, was er möchte. Unsere Sticker werden crowdgesourct.<span id="more-2741"></span></p>
<h3>10 Aufkleber für 2,50€</h3>
<p>So sieht der Plan aus: Kommen 10 Personen zusammen, die mir über PayPal je schlappe 2,50€ überweisen, werden die Sticker produziert. Ruft euch in Erinnerung, dass dieser Betrag gleichzusetzen ist mit der Differenz zwischen einem Kaffee im Café und dem Kaffee zuhause oder dem preislichen Unterschied zwischen einer Portion ungesunden Fast Foods und einer selbst zubereiteten Mahlzeit in der eigenen Küche. Kein Grund zum Zögern also, ran an eure virtuellen Pormonees! Jeder, der mir diese Summe schickt, bekommt im Gegenzug kurz darauf ganze 10 Sticker frei Haus (erst einmal nur innerhalb Deutschlands, alle anderen Regionen auf Anfrage).</p>
<p>Das Offset-Druckverfahren wird für gute Qualität garantieren, der lackierte PVC-Untergrund für Langlebigkeit. Bei einer Größe von 4,2 x 19,6 cm sollte sichergestellt sein, dass die Botschaft angemessen zur Geltung kommt und die Aufkleber trotzdem noch auf den Trägerstoff eurer Wahl passen.</p>
<p>Macht euch darauf gefasst, bald viel mehr blau und orange auf den Laptopdeckeln, Laternenmasten und Hauswänden dieser Welt zu sehen! Rüstet euch für die floffimediaisierung des Alltags!</p>
<h3>2,50€ via PayPal an info@floffimedia.de</h3>
<p>Bitte achtet darauf, dass die korrekte Lieferadresse verwendet wird oder hinterlasst alternativ eine gültige Adresse im Feld &#8220;Ihre Nachricht&#8221;. Es wäre sehr freundlich, wenn ihr in den Betreff &#8220;floffimedia-Aufkleber&#8221; setzen könntet. Bevorzugt ihr eine andere Zahlungsart, schickt mir einfach eine kurze E-Mail an obige Adresse. Falls es Probleme beim Geldtransfer oder allgemeine Veränderungswünsche und Anregungen geben sollte, meldet euch bei mir! Gerne auch in den Kommentaren. Ich kann die Vorlage für die Aufkleber auch gerne noch optimieren, wenn ihr das möchtet. Schließlich sollen alle mit dem Endprodukt zufrieden sein. Um diesbezügliche Rückfragen gleich zu klären: Wenn in den ersten zwei Wochen keine 10 Unterstützer zusammenkommen (und ich hoffe doch sehr, dass wir diese niedrig angesetzte Hürde schnell knacken), bekommt ihr euer Geld selbstverständlich zurück.</p>
<p>Jetzt warte ich nur noch auf euer Feedback. Sollte die Aktion erfolgreich sein, könnte dies der Auftakt sein für noch viel mehr über floffimedia gruppenfinanzierte Projekte. Ich denke an professionell bedruckte T-Shirts und andere Produkte, die nur darauf warten, ansprechend gestaltet zu werden. Ihr entscheidet, ich vertraue auf euch.</p>
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		<title>I don&#8217;t need any new friends &#8211; Skins Season 6 Part 2</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 23:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[So ist es mit Zielen: Kaum setzt man sie sich, schon wird man träger. Aber noch bin ich munter dabei und es gibt keinen Grund, nicht ein paar Worte über den weiteren Verlauf von Skins zu verlieren. Auch diesmal sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2735" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2735" src="http://floffimedia.de/images/Skins-Luke-Joe-Cole.jpg" alt="" width="600" height="446" /><p class="wp-caption-text">© E4</p></div>
<p>So ist es mit Zielen: Kaum setzt man sie sich, schon wird man träger. Aber noch bin ich munter dabei und es gibt keinen Grund, nicht ein paar Worte über den weiteren Verlauf von Skins zu verlieren. Auch diesmal sei darauf hingewiesen: Diese Besprechung enthält brisante, handlungsvorwegnehmende Informationen, deshalb lest ihr sie ihm Optimalfall erst nach dem Ansehen der ersten vier Episoden der sechsten Staffel. Andernfalls seid ihr jetzt gewarnt.</p>
<p>Beginnen wir mit dem unschönen Teil dieser Rezension: Folge 3. Von der Idee, Grace durch einen neuen Vollzeit-Charakter zu ersetzten, war ich von Anfang an ziemlich angetan. Vielleicht muss man sich den Tausch als Hilferuf verzweifelter Drehbuchautoren vorstellen, die partout nicht mit den Entscheidungen des Castings klarkommen. &#8220;Lassen wir dieses elendige Püppchen Grace mit ihrer begrenzten darstellerischen Ausdrucksfähigkeit einfach sterben und ersetzen wir sie durch einen talentierten Schauspieler.&#8221; &#8220;Lassen wir dieses elendige Glubschauge mit seiner begrenzten darstellerischen Ausdrucksfähigkeit einfach irgendwo in Marokko verrotten.&#8221; &#8220;Lassen wir auch diesen elendigen frisurresitenten Miesepeter Alex mit seiner begrenzten darstellerischen Ausdrucksfähigkeit einfach nach der zweiten Folge für immer verschwinden.&#8221;</p>
<p>Leider klappt es auch mit dem neuen Protagonisten so überhaupt nicht. Mit aller Kraft wird versucht, Alex Henley schmackhaft zu machen. Sympathien zu wecken. <em>»Everything about me is magic.«</em> Schade, gerne hätten wir das geglaubt.<span id="more-2734"></span></p>
<p>Erzählerisch gibt sich die Episode Mühe, aber es fällt schwer, auch nur einen Spannungsbogen auszumachen. Alex&#8217; Spielchen mit dem Würfel wirken so albern wie die Beerdigungsfeier für Grace. Am Ende wird klar, dass er aus der Verarbeitung des Verlusts seiner Großmutter so viel Kraft schöpft, dass er der Gruppe wieder ein wenig davon zurückgeben kann. Leider befindet sich die Stimmung durchweg nur knapp über dem Tiefpunkt, wobei man gleichzeitig niemandem so recht abkauft, dass der Tod Graces daran schuld sein soll. Die Gang schwimmt wieder einmal weit draußen, aber zum Glück erreicht sie auch schnell wieder trockenen Boden.</p>
<p>Kommen wir also mit Frankys Episode zum interessanten Part. Ein wenig Ultraviolence, ein wenig Bonnie und Clyde. Lukes wunderbar fiese Ausstrahlung ist gleichzeitig so unglaublich anziehend. Ein Widerling zum Verlieben. Das erkennt auch Franky, die geplagt von Schuldgefühlen verzweifelt nach Halt sucht und ihn in ihrem Umfeld nicht findet. Luke macht es ihr leicht mit seiner Gleichgültigkeit. <em>»Are you ready to finish what we started?«</em></p>
<p>Ein Wendepunkt tritt ein, als Franky mit ihrer Auflehnung ihren eigenen Vater verletzt und sich anschließend gänzlich aus der Gemeinschaft verstoßen sieht, was mit der Übernachtung im Park angedeutet wird. Aber es kommt anders als gedacht: Ihre Eltern reichen ihr die Hand zur Versöhnung und Franky darf ein Stück Vergebung erfahren. Nick macht einen Schritt auf sie zu, wirkt aber etwas unbeholfen &#8211; es gab in der Vergangenheit keine Anzeichen für eine Annäherung der beiden, was die Avancen für die Zuschauer ein wenig unglaubwürdig wirken lässt. Franky hingegen nimmt sein Angebot gar nicht ernst. Als sie aber mit der Zeit realisiert, dass ihre Beziehung zu Luke nur eine selbstzerstörerische Ausflucht war, wird Nick zum positiven Rettungsanker. Die sexuellen Spannungen zwischen Alo und Mini waren schon in der sechsten Folge der letzten Staffel auszumachen, als der Bauernjunge der immer weniger arrogant wirkenden Königin der Oberflächlichkeit bescheinigte: <em>»You&#8217;re actually alright.«</em> Aber auch das Paar Franky und Nick könnte gerade wegen seines unvermittelten Auftauchens noch ziemlich spannend werden.</p>
<p>Ich erinnere mich vage daran, wie einer der neuen Darsteller zu Beginn von Staffel 5 (ich glaube, es war Sean Teale, der Nick spielt) im Interview seine Begeisterung ausdrückte, zum Cast von Skins zu gehören. Er könne der neue <a href="http://www.imdb.com/name/nm0396558/" target="_blank">Nicholas Hoult</a> werden. <a href="http://www.imdb.com/name/nm2301950/" target="_blank">Dakota Blue Richards</a> steht ohne Frage eine solide Laufbahn bevor. Der neue Nicholas Hoult aber wird <a href="http://www.imdb.com/name/nm3771184/" target="_blank">Joe Cole</a> sein.</p>
<h5>Dies ist der zweite Teil einer fünfteiligen Serie über zeitgenössische Fernsehkultur, eine verlorene Generation und romantische Anmachsprüche. <em>»You make my brain come, my heart jump and my prick hard.«</em></h5>
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		<title>Gewinnspiel: Logitech Mini BoomBox</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 21:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wisst ihr, was merkwürdig ist? Digitalkameras wurden immer kleiner und besser, bis sie mühelos den Weg in jedes Smartphone fanden und heute als drittes Auge im iPhone locker die Qualität der DSLRs von vor einigen Jahren erreichen. Lautsprecher dagegen mussten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2731" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2731" src="http://floffimedia.de/images/Logitech-Mini-BoomBox-Berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /><p class="wp-caption-text">Schallt über die Dächer der Stadt: Mini BoomBox</p></div>
<p>Wisst ihr, was merkwürdig ist? Digitalkameras wurden immer kleiner und besser, bis sie mühelos den Weg in jedes Smartphone fanden und heute als drittes Auge im iPhone locker die Qualität der DSLRs von vor einigen Jahren erreichen. Lautsprecher dagegen mussten zwar ebenfalls immer stärker schrumpfen, scheinen sich aber aus irgendeinem Grund kaum weiterentwickelt zu haben. Handylautsprecher krächzen immer noch, dass es in den Ohren schmerzt; Notebooklautsprecher klingen so dumpf, dass das Tragen eines Kopfhörers fast unumgänglich ist.</p>
<p>Aber Moment mal: Es gibt doch schon seit einer ganzen Weile diese kleinen, handlichen Boxen, die sich über Bluetooth mit Smartphones, Tablets und Laptops koppeln lassen und dann auf Knopfdruck tollen Sound liefern. Dass das funktioniert, habe ich selbst schon <a href="http://floffimedia.de/hardware/testbericht-jawbone-jambox/" target="_blank">getestet</a> und auch ihr wart von solchen Geräten ziemlich <a href="http://floffimedia.de/blog/gewinnspiel-boxenset-mbs-400-von-sony-ericsson/" target="_blank">angetan</a>. Ein Exemplar dieser Kategorie ist die neue <a href="http://www.logitech.com/de-de/speakers-audio/home-pc-speakers/devices/8725" target="_blank">Logitech Mini BoomBox</a>, die in Handtellergröße Raumklang zum Mitnehmen verspricht. Sie lässt sich drahtlos oder über eine 3,5mm-Klinke an eine Audioquelle anschließen und sorgt mit einem clever gestalteten Resonanzkörper für fette Bässe. Bedient wird die Box über ein beleuchtetes Touchpanel auf der Oberseite, das sogar die Bedienung in völliger Dunkelheit erlaubt. Weil in den meisten Fällen sowieso Mobiltelefone an die BoomBox angeschlossen werden dürften, wurde ihr obendrein noch die Funktion spendiert, Telefonkonferenzen über das eingebaute Mikrophon zu führen. Damit die mobile Nutzung ungestört ablaufen kann, verspricht der integrierte Akku 10 Stunden Laufzeit bis zum nächsten Aufladen.</p>
<p>Ich durfte selbst schon ein paar Takte mit anhören, die von dem Lautsprecher erzeugt wurden, und war wirklich beeindruckt. Natürlich reicht der Klang nicht an die Qualität einer hochwertigen Hi-Fi-Anlage heran, aber das wird bei dieser Größe auch nie möglich sein. Betrachtet man das Preis-Leistungs-Verhältnis, kann man über solche kleinen Abstriche leicht hinwegsehen.</p>
<p><strong>Der Preis:</strong> Ich verlose <strong>eine Logitech Mini BoomBox</strong> im Wert von <strong>79,99€</strong>. Das Gerät ist neu und originalverpackt, ich muss allerdings zugeben, dass ich das Paket einmal kurz geöffnet und die Box inspiziert habe, um obiges Foto anzufertigen und für ihre Funktionsfähigkeit garantieren zu können.</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen:</strong> An der Verlosung nimmt teil, wer einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse hinterlässt und verrät, an welchem Lieblingsort der Lautsprecher zu Einsatz kommen soll. Das kann wie in meinem Fall ein Dach mit schöner Aussicht sein, aber auch die Hängematte im Garten oder die Segelyacht bei der Weltumrundung. Pluspunkte gibt es für diejenigen, die noch ein hübsches Foto verlinken oder erzählen, welches Abspielgerät sie bevorzugt nutzen. Aber um ehrlich zu sein: Am Ende wird wie immer der Zufallsgenerator gerecht entscheiden. Die Mitarbeiter von Logitech und floffimedia.de sind wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Das Gewinnspiel läuft bis <del><strong>Mittwoch, 15.2.12, 23:59 Uhr</strong>.</del> <strong>Beendet.</strong></p>
<p><strong>Der Gewinner:</strong> Gewonnen hat der Autor des Kommentars mit der Nummer <strong>4</strong>, der in diesem Fall <strong>Martin</strong> heißt. Leider konnte ich die letzten beiden Beiträge nicht werten, weil sie erst einen Tag nach der Deadline eingereicht wurden. Ich hoffe, ihr beiden habt Verständnis, dass ich aus Rücksicht auf die anderen Teilnehmer meine selbstgesetzten Vorschriften einhalten muss. All eure Ideen und Fotos haben mich selbstverständlich sehr gefreut. Ich hoffe, der Gewinner hat viel Freude an seiner neuen Errungenschaft.</p>
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		<title>Interview: Geysir von SubCentral</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 19:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich gerne Serien aus dem Ausland ansieht, wird oft mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: Entweder lange auf die synchronisierte Ausstrahlung in Deutschland warten oder sich doch das fremdsprachige Original anschauen und akzeptieren, dass man vielleicht nicht jede Redewendung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2727" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.flickr.com/photos/jwacommons/3408818793/sizes/l/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-2727" src="http://floffimedia.de/images/Interview-Geysir-SubCentral.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Symbolbild (Gemeinfrei)</p></div>
<p><em>Wer sich gerne Serien aus dem Ausland ansieht, wird oft mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: Entweder lange auf die synchronisierte Ausstrahlung in Deutschland warten oder sich doch das fremdsprachige Original anschauen und akzeptieren, dass man vielleicht nicht jede Redewendung und jeden Witz versteht. Doch schon länger gibt es mit Plattformen wie </em><a href="http://www.subcentral.de/index.php" target="_blank">SubCentral</a><em> eine Lösung für dieses Problem. Passionierte </em>Subber<em> versehen in ihrer Freizeit Lieblingsserien mit den passenden, übersetzten Untertiteln, die anschließend umsonst an die Fangemeinde weitergegeben werden. Einer der aktivsten Mitglieder </em>SubCentrals<em> nennt sich Geysir und ist für Subs von </em>Jericho<em>, </em>Battlestar Galactica<em>, </em>Breaking Bad<em> oder </em>Mad Men<em> bekannt. Er hat sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, mir einige Fragen zu seiner Arbeitsweise und der Motivation hinter dem Subben zu beantworten.</em></p>
<p><strong>floffimedia: Hallo Geysir, könntest du dich uns vielleicht kurz vorstellen? Du scheinst ja nicht viel über deine Person verraten wollen.</strong></p>
<p><strong>Geysir:</strong> Ich bin 35 Jahre alt, wohne und arbeite in Hamburg als Web-Entwickler. Meine Englischkenntnisse stammen aus der Schule und der Uni und aus etlichen Auslandsaufenthalten.</p>
<p><strong>Ist ja interessant, genau danach hätte ich dich jetzt als Nächstes gefragt. Was hast du denn studiert? Welche Länder hast du bereits bereist?</strong></p>
<p>Studiert habe ich Geoinformatik, einen eher &#8220;kuriosen&#8221; Studiengang, der versucht, die Brücke zwischen Geographie und Informatik zu schlagen. Navigationssysteme sind das beste Beispiel dafür.</p>
<p>Bereist habe ich unter anderem das europäische Ausland, aber auch Länder wie Australien, Indonesien und Jordanien.</p>
<p><strong>Das klingt ziemlich spannend. Also scheinst du in deiner Freizeit einen Ausgleich zum Bürojob zu suchen. Haben denn deine Web-Projekte auch etwas mit Geoinformatik zu tun?</strong></p>
<p>Nein, die Firma für die ich arbeite, hat nichts mit Geoinformatik zu tun. So seltsam es klingt, es handelt sich um einen Onlineshop, der Baumarktartikel verkauft, und ich arbeite mit einem kleinen Team am Betrieb und an der Verbesserung dieses Shops.</p>
<p>Und ja, Reisen ist da ein toller Ausgleich zum langen Büroalltag.</p>
<p><strong>Anfang 2007 hast du dann, wenn ich das richtig sehe, auf <em>SubCentral</em> mit dem Subben angefangen. Was hat dich zu diesem Schritt geführt?</strong></p>
<p>Auslöser war, wie für so viele Subber damals, die Serie &#8220;Lost&#8221;. Nachdem ich den Pilotfilm auf Deutsch gesehen hatte, war ich begeistert von der Serie und kam auf die Idee, sie auf Englisch zu schauen, da die Serien immer erst später im deutschen TV laufen. Ich bin dann auf andere amerikanische Serien aufmerksam geworden, Serien wie <em>Jericho</em>, <em>Battlestar Galactica</em>, später dann <em>Breaking Bad</em> und <em>Mad Men</em>.</p>
<p>Bei <em>Jericho</em> war es damals so, dass die deutschen Subs erst eine Woche später erschienen und das hat mir irgendwie zu lange gedauert und so entschloss ich mich, diese tolle Serie selber zu subben.</p>
<p>Damit war der erste Schritt getan, damals gab&#8217;s <em>SubCentral</em> aber noch nicht. (schmunzelt)<span id="more-2725"></span></p>
<p><strong>So lange verfolge ich die Plattform selbst noch gar nicht. Heißt das, du warst dann bei der Gründung beteiligt?</strong></p>
<p>Nein, damals gab es zwei größere Boards, <em><a href="http://board.tv4user.de/" target="_blank">TV4User</a></em> und <em>TVFreaks</em>. Die <em>Freaks</em> gingen irgendwann offline, sodass sich alles auf <em>TV4User</em> versammelte. Dies führte dann irgendwann zu einem Streit und zum Bruch zwischen beiden Boards. Aus dem Streit entsprang <em>SubCentral</em>. Ich weiß selber nicht genau, worum es damals ging, ist aber auch mittlerweile vergessen. Ich habe mich irgendwann für <em>SubCentral</em> entschieden, da ich einen der Admins sehr gut &#8220;kenne&#8221; und mit ihm zusammen <em>Battlestar Galactica</em> gesubbt habe, Grüße an marlboro! (lacht)</p>
<p><strong>Die meisten Subs entstehen ja als Gemeinschaftsprojekte. Wie kann man sich den Arbeitsablauf dabei vorstellen? Gibt es jemanden, der so ein Projekt in die Hand nimmt und dann nach Mitstreitern sucht? Wie wird die Zusammenarbeit koordiniert?</strong></p>
<p>Am Anfang eines Projekts steht immer ein &#8220;Projektleiter&#8221;, der sich als Koordinator einer Serie annimmt. Der geht dann entweder gezielt auf Leute, die er kennt, zu und spricht sie an oder es wird im Forum nach einem Mitsubber gesucht. Da kann sich dann jeder &#8220;bewerben&#8221;, die letztendliche Entscheidung obliegt aber dem Projektleiter.</p>
<p>Die Zusammenarbeit wird dann ebenfalls durch den Projektleiter koordiniert, es ist also wie Projektarbeit in einem beruflichen Umfeld. Der Koordinator trifft die ganzen organisatorischen Entscheidungen wie Einteilung des Subs (bei zwei Leute die Hälfte, bei drei Leuten die Drittelaufteilung). Wenn ich ein Projekt leite, übernehme ich auch die Endkontrolle selber.</p>
<p>Der Arbeitsablauf ist dann wie folgt: Sobald die englische Vorlage da ist, wird zunächst die Einteilung vorgenommen. Das klingt einfacher als es ist. Ich versuche zum Beispiel immer darauf zu achten, dass bei zwei Leuten nicht einfach der Sub in zwei Teile geteilt wird und dann jeder lossubbt, sondern dass es einen Szenenwechsel gibt, sodass der Subberwechsel nicht zu sehr auffällt. Jeder übersetzt ja anders und das sieht man auch im Sub, daher versuche ich, die &#8221;Störung&#8221; möglichst gering zu halten. Bei drei Beteiligten ist das natürlich noch etwas schwerer.</p>
<p>Nach der Einteilung subbt dann jeder Subber seinen Teil und schickt ihn &#8211; durch die Rechtschreibprüfung geschickt &#8211; an den Projektleiter zurück. Der steckt den Sub wieder zusammen und macht entweder selbst die Abschlußkorrektur oder schickt sie an jemanden, der das übernimmt.</p>
<p>Danach wird er dann in das entsprechende interne Forum hochgeladen, im öffentlichen Forum verlinkt und dann ist er für alle zu haben! (schmunzelt)</p>
<p>Zur Koordinierung dienen dann alle möglichen Mittel. Ich benutze am liebsten ICQ, da dann ein direkteres Auseinandersetzen mit dem Mitsubber möglich ist. Es geht aber auch via privaten Nachrichten im Board oder per Mail.</p>
<p><strong>Das klingt nach einer Menge Arbeit! Wie schafft ihr es denn, teilweise weniger als 24 Stunden nach Erstausstrahlung Untertitel für eine 45-Minuten-Folge zu liefern? Mir ist das zum Beispiel bei der vierten Staffel <em>Breaking Bad</em> aufgefallen.</strong></p>
<p>Ja, das war schon was! (lacht)</p>
<p>Wir hatten mit The Hellraiser einen der besten VO-Überarbeiter [Anmerkung: "VO" steht für "Voice Originale", die Sprache des Originals, die ja nicht immer Englisch sein muss], also jemanden, der die miesen Timings von Seiten wie <em><a href="http://www.addic7ed.com/" target="_blank">Addic7ed.com</a></em> in eine mehr als brauchbare Vorlage verwandelt. Jazzhead und ich haben uns dann so gegen 19 Uhr im ICQ getroffen, als wir beide von der Arbeit wieder zu Hause waren und dann losgelegt. Ich war meistens nach 2-3 Stunden mit meinem Teil durch und habe ihn Jazz geschickt. Er hat ihn dann noch korrigiert, da er bei dem Projekt der Leiter war und ist! (schmunzelt) Er hat &#8211; wie er sagte &#8211; meine &#8221;Geysire entfernt&#8221;, da musste ich laut lachen! Man muss aber auch fairerweise zugeben, dass <em>Breaking Bad</em> eine sehr bildgewaltige Serie ist, in der verhältnismäßig wenig gesprochen wird. Es gibt Serien &#8211; wie <em>Pushing Daisies</em> damals &#8211; die das Doppelte an Subitems haben, die zu übersetzen sind.</p>
<p><strong>Ihr benutzt doch schon von Anfang an Spezialsoftware, oder? Wieso werden denn noch extra Leute für die Synchronisation eingesetzt, wie zum Beispiel der schon erwähnte Hellraiser (der wirklich hervorragende Arbeit leistet)?</strong></p>
<p>Es ist leider so, dass der schnellste VO-Anbieter, die eben schon genannte Webseite <em>Addic7ed.com</em>, zwar ziemlich schnell seine englischen Vorlagen zum Download anbietet, die Einblendezeiten der Untertitel-Items aber meist ziemlich schlecht sind. Das führt dazu, dass etwas Gesprochenes nicht mehr mit dem Geschriebenen zeitgleich ist und deshalb den Zuschauer verwirren kann und wird. Aus diesem Grund gehört es zu einem hochwertigen Untertitel dazu, dass auch der Anzeigezeitpunkt als auch die Anzeigedauer eines Untertitel-Items optimal sein muss. Auf <em>SubCentral</em> gibt es mittlerweile eigens dafür abgestellte Menschen, die in mühseliger Kleinarbeit jedes einzelne Untertitel-Item überarbeiten, sodass es erst dann anzeigt wird, wenn der/die Schauspieler/in spricht und nicht früher oder später. Diese Arbeit haben die Subber früher zum Teil selbst gemacht und glaub mir, ich habe es echt gehasst! (lacht)</p>
<p>Wenn man niemanden findet, der einem die Timinigs überarbeitet, kann man aber auch zu einem vom Subber Nessi entwickelten kleinen Java-Tool greifen. Die italienische Subberseite <em><a href="http://www.italiansubs.net/" target="_blank">italiansubs.net</a></em> bietet wie <em>SubCentral</em> Subs an, allerdings keine VOs. Die Timings sind mit das Beste und die Seite eine der schnellsten, allerdings nur für Italiener. Das Tool mergt die beiden Subs, die italienischen mit den guten Timings und die englischen mit den schlechten Timings, sodass das Endprodukt eine englische Vorlage mit tollen Timings ist.</p>
<p>Zum Subben benutze ich das Tool <em><a href="http://www.urusoft.net/products.php?cat=sw&amp;lang=1" target="_blank">Subtitle Workshop</a></em>, ein auf Übersetzer zugeschnittenes Programm. Es gibt aber auch Subber, die die Vorlage im Notepad von Windows öffnen und darin subben. Ich finde aber den Komfort des STW, wie er abgekürzt wird, so gut, dass ich ihn nicht mehr missen möchte. Vor allem für die Endkontrolle und die Korrektur der Anzeigedauer von Subitems ist das Programm unerreicht.</p>
<p><strong>Ich dachte mir, dass es spezielle Programme dafür gibt, immerhin hängt ja ein ganzes Berufsfeld davon ab. Apropos Beruf: Durch <em>SubCentral</em> werden ja ganz offensichtlich Werbeeinkünfte erzielt. Kommt davon auch etwas bei den Subbern an?</strong></p>
<p>Kurze Antwort: Nein.</p>
<p>Das hat aber folgende Gründe: Die Unterhaltung des Servers verschlingt halt auch Geld und die Werbeeinnahmen reichen wohl gerade dazu aus, um die Kosten zu decken. Ein großer Gewinn fällt dadurch nicht ab, wenn ich richtig informiert bin.</p>
<p><strong>Interessant. Das heißt, ihr werdet einzig und allein von leidenschaftlichem Fandom angetrieben! Möchtest du mir zum Abschluss vielleicht noch verraten, auf welchen Serienstart du dich gerade am meisten freust?</strong></p>
<p>Ja, meine Bezahlung ist, wenn Du willst, die Downloadzahl meiner Subs und die Danksagungen im Thread.</p>
<p>Ich freue mich persönlich auf den Serienstart von <em>Mad Men</em>, ich werde sie aber aus persönlichen Gründen nicht mehr subben. Um ehrlich zu sein, bin ich gerade dabei, mich aus der Subbergemeinschaft zurückzuziehen, da mir es einfach durch meine berufliche Auslastung zu viel wird. Selbst bei <em>The Big Bang Theory</em> muss ich mich jeden Freitag neu motivieren.</p>
<p>Auch dass <em>The Walking Dead</em> wieder zurück ist, freut mich.</p>
<p><strong>Auf die neue Staffel <em>Mad Men</em> bin ich auch sehr gespannt. Ich bedanke mich ganz ausdrücklich hier bei dir: Für die Zeit, die du dir genommen hast, für dieses spannende Gespräch und selbstverständlich für all die erstklassigen Untertitel! Und vielleicht findest du ja in Zukunft doch noch unverhoffterweise Zeit und Motivation für weitere Projekte. (schmunzelt)</strong></p>
<p>Auch ich bedanke mich bei Dir für die Möglichkeit, den Alltag der namenlosen Subber mal etwas Gesicht zu verleihen! (schmunzelt) Wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich will&#8217;s auch nicht ausschließen, wenn endlich mal <em>Battlestar Galactica Blood and Chrome</em> rauskommen würde, zum Beispiel! (lacht)</p>
<h5>Das Interview wurde schriftlich geführt.</h5>
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		<title>Gewinnspiel: Snapfish-Gutscheine</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wisst ihr, was tragisch ist an der Digitalisierung unserer Welt? Wir können unsere Kulturgüter nicht mehr anfassen. Das fängt beim morgendlichen Zeitungslesen an, geht mit Büchern und LPs weiter und endet bei Fotoabzügen. Echtes Papier in die Hand nehmen? Sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2723" src="http://floffimedia.de/images/Snapfish-Gewinnspiel.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p>Wisst ihr, was tragisch ist an der Digitalisierung unserer Welt? Wir können unsere Kulturgüter nicht mehr anfassen. Das fängt beim morgendlichen Zeitungslesen an, geht mit Büchern und LPs weiter und endet bei Fotoabzügen. Echtes Papier in die Hand nehmen? Sich die Finger mit Druckerschwärze dreckig machen? Fehlanzeige. Lieber stellen sich die Menschen digitale Bilderrahmen in ihre Wohnungen, um noch ein wenig länger als sonst auf hintergrundbeleuchtete Bildschirme schauen zu können.</p>
<p>Aber hey: Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie toll es ist, einen echten Fotoabzug in der Hand zu halten? Mit den Fingern über die perfekt glatte und dennoch ein wenig griffige Oberfläche zu streichen? Jeden Abend beim Schlafengehen und jeden Morgen beim Aufstehen das eine Bild gerahmt an der Wand hängen zu sehen, das euch Alles bedeutet? Die wichtigste Person direkt neben euch auf dem Schreibtisch stehen zu haben?</p>
<p><a href="http://www.snapfish.de/snapfishde/home" target="_blank">Snapfish</a> bringt solche Momente zurück ins Zeitalter der Digitaltechnik. Es gibt viele Online-Anbieter, die Fotos auf Gegenstände aller Art drucken, was macht diesen also besonders? Da wäre zum Beispiel hervorzuheben, dass ihr Fotos direkt von Flickr oder Facebook aus in das Print-Portal einspeisen könnt und euch so gerade bei größeren Mengen einige Upload-Zeit erspart. Aber natürlich könnt ihr eure Bilder auch ganz klassisch auf Snapfish selbst hochladen. Danach verstauben sie allerdings nicht einfach auf irgendwelchen Servern, sondern lassen sich für Freunde und Familienangehörige über E-Mail, Link oder Facebook freigeben und diese können sich dann wiederum selbst Abzüge davon bestellen.</p>
<p>Welche Gegenstände ihr mit euren bunten Bildchen verschönern möchtet, ist ganz euch überlassen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Es gibt Kalender, Poster, Leinwände, Tassen, T-Shirts oder Taschen. Spielfreudige werden sich über ein eigenes Puzzle mit bis zu 1.000 Teilen oder ein selbstgestaltetes Kartenset freuen; andere bestimmt über ein dickes Fotobuch. Für besondere Anlässe sind persönliche Grußkarten mit Sicherheit sehr viel passender als die vorgefertigten aus dem Laden. Weltenbummler können ihren Freunden mit eigenen Postkarten zeigen, dass sie an sie denken. Viel Vergnügen bei der Neuentdeckung der materiellen Welt!</p>
<p>Ich bin damals selbst über eine Sonderaktion für Flickr-Nutzer auf den Dienst gestoßen und kann bestätigen, dass Bestellung völlig unkompliziert abläuft und die Ergebnisse Freude bereiten.</p>
<p><strong>Die Preise:</strong> Ich verlose <strong>drei Gutscheincodes</strong> im Wert von jeweils <strong>10€</strong>, die ihr auf <a href="http://www.snapfish.de/snapfishde/home" target="_blank">Snapfish</a> für Fotoabzüge oder eure individuellen Printprodukte einlösen könnt.</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen:</strong> An der Verlosung nimmt teil, wer einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse hinterlässt und verrät, für welches Produkt er oder sie den Gutschein einlösen würde. Inspiration gibt es zum Beispiel <a href="http://www.snapfish.de/snapfishde/store/cat=under" target="_blank">hier</a>. Gerne dürft ihr auch erzählen, welche Bilder ihr drucken lassen würdet, ihr müsst aber selbstverständlich nicht eure persönlichen Geschichten preisgeben. Die Mitarbeiter von Snapfish und floffimedia.de sind wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Das Gewinnspiel läuft bis <del><strong>Mittwoch, 8.2.12, 23:59 Uhr.</strong></del> <strong>Beendet.</strong></p>
<p><strong>Die Gewinner:</strong> Gewonnen haben die Kommentare mit den Nummern 1, 4 und 6, also <strong>Robin</strong>, <strong>Johannes</strong> und <strong>isabel</strong>. Die Gutscheincodes befinden sich in euren E-Mail-Postfächern. In bin etwas enttäuscht ob des verhaltenen Feedbacks, auch wenn eure Kommentare natürlich allesamt sehr kreativ sind und neue Ideen anregen. Woran lag die niedrige Teilnehmerzahl? Betrachtet ihr eure eigenen Fotos als des Ausdruckens nicht würdig? Ich werde das Kommentarfeld auf jeden Fall weiterhin offenlassen, vielleicht kommen ja noch schlüssige Antworten auf diese Frage.</p>
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		<title>This is it! &#8211; Skins Season 6 Part 1</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 15:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorweg: Ich habe stark mit mir gerungen, ob ich die folgenden Zeilen nicht so schreiben sollte, dass sie auch Uneingeweihten noch nicht zu viel von der Handlung verraten. Allerdings hätte ich dann nur schwer alle Punkte untergebracht, die ich behandeln wollte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2720" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2720" src="http://floffimedia.de/images/Skins-6-Grace-Rich.jpg" alt="" width="600" height="449" /><p class="wp-caption-text">© E4</p></div>
<p><strong>Vorweg:</strong> Ich habe stark mit mir gerungen, ob ich die folgenden Zeilen nicht so schreiben sollte, dass sie auch Uneingeweihten noch nicht zu viel von der Handlung verraten. Allerdings hätte ich dann nur schwer alle Punkte untergebracht, die ich behandeln wollte, und obendrein sind <a href="http://www.crackajack.de/2011/08/11/spoiler-alert-stories-are-not-spoiled-by-spoilers/" target="_blank">&#8220;Spoiler&#8221;</a> wohl hauptsächlich ein Mythos. Wie auch immer: Bestenfalls kennt ihr die ersten beiden Folgen der sechsten Staffel <em><a href="http://www.e4.com/skins/" target="_blank">Skins</a></em> bereits, andernfalls seid ihr jetzt gewarnt.</p>
<p>Marokko. Unter dem Vorwand eines unbeschwerten Sommerurlaubs darf die Gang ein paar Tage unter der unerbittlichen Sonne Nordafrikas verbringen. Versteckte Hinweise, dass hinter dieser ungewöhnlichen Exposition mehr steckt als ausgewaschene Farben und Trockensavannenästhetik, gibt es gleich am Anfang. Mini, Alo, Liv und Nick sind zusammen mit Ryder, der offenbar die schäbige Unterkunft organisiert hat, schon vor den anderen angereist. Grace und Rich werden vom Flughafen abgeholt, während die Ankunft Frankys und Mattys aus Tunesien das Ende ihrer nie öffentlich zur Schau gestellten Beziehung besiegelt. Auch wenn Ryder durch seine Ausdrucksweise mehr oder weniger elegant <a href="http://brokenbottleboy.tumblr.com/post/16116503213/a-whore-in-a-burka-the-moment-skins-lost-me-for-good" target="_blank">im Abseits</a> positioniert wird, erzeugen solch bewusst kontroverse Nebenrollen immer eine sehr willkommene Spannung. Das Paar Violet/Hardbeck stach durch seine scheinbare Reibungslosigkeit von Anfang an hervor und musste Misstrauen erregen. Dass Rich nun davon spricht, jederzeit als glücklicher Mann sterben zu können, nimmt die Katastrophe etwas zu deutlich vorweg. Franky und Matty distanzieren sich dagegen aus eigenem Antrieb von sich selbst und der Gruppe.</p>
<p>Das Verhängnis beginnt mit dem Verlangen nach Party: Hedonismus als Sündenfall und gleichzeitig Katharsis. Der eiskalte Luke zieht Franky magisch an, die von ihrer berechenbaren Umwelt genug hat. Verletzen und verletzt werden, Hauptsache, wieder etwas Anderes fühlen. Matty wird für seine Passivität gnadenlos bestraft. Die Makellosen haben sich mit Schuld beladen.<span id="more-2721"></span></p>
<p>Ein unvergesslicher TV-Moment entsteht, als Rich abrupt in seinem Tanz innehält, Matty vom Ort des Scheiterns flüchtet, die Szenen des Davonlaufens mit irritierenden Achsensprüngen überblendet werden und die Handlung in Begleitung Vivaldis&#8217; gnadenlos polternder Marimbas zurück in den sterilen Versammlungsraum des Roundview Colleges wechselt. Die so unerbittliche Sonne Marokkos senkte sich hinter den Horizont, als Matty sich dafür entschied, vor den Konsequenzen seines Handelns zu fliehen. Fortan erstrahlt die Welt nur noch in Kunstlicht. Kalte Glühlampen spiegeln sich in Frankys Tränen und Graces Sauerstoffmaske.</p>
<p>Vier Wochen lang liegt sie im Koma, bevor ihr Vater die lebensverlängernden Maßnahmen abbrechen lässt. Durch die tragische Wendung, die die zweite Episode mit dem Gespräch zwischen Rich und David Blood auf der Treppe in dessen verwüstetem Haus erfährt, erscheinen alle vorhergegangenen Ereignisse in völlig neuem Licht. Bis zu diesem Moment haben wir eine solide zweite Folge vor uns, der nur ein kleines Stück zur Großartigkeit fehlt. Als Richards Handy dann erneut genau in dem Moment klingelt, als er aus dem Haus tritt, wird alles offensichtlich.</p>
<blockquote><p>Hello?<br />
I had to go.<br />
Yeah. Why?<br />
You know why, Rich.<br />
No. Come back.<br />
I can&#8217;t! Isn&#8217;t everything beautiful this morning? Everything is so beautiful.<br />
I don&#8217;t understand.<br />
I love you, Rich.</p></blockquote>
<p>Wir werden Zeugen eines weiteren perfekten TV-Moments. Graces Stimme passt zum allerersten Mal zur Situation. Das Wiederaufgreifen von Apparats &#8220;Black Water&#8221; (<a href="http://soundcloud.com/muterecords/apparat-black-water" target="_blank">Soundcloud</a>); David Blood, der auf dieser Treppe sitzt, seine Hand knetet und starr vor sich blickt &#8211; plötzlich scheint es so, als habe alles nur auf diesen einzigen Augenblick hingeführt. Wie sehr wünscht man sich, die Einführung Chris Addisons als Professor Blood in der vierten Staffel sei einzig und allein dieser Szene wegen geschehen. Wie anders nimmt man plötzlich die Pfeffersprayattacken, Schulverweise und auch die Notizen an den Milchmann wahr: <em>»Your milk is no longer required here.«</em> Ich bin sehr gespannt zu sehen, wie diese fantastische Rolle fortgeführt wird.</p>
<p>Natürlich habe ich mir die Folgen noch einmal angesehen. Und noch viele weitere Male. Alles richtig gemacht, könnte man sagen. Darf man auch. Besser hätte die sechste Staffel nicht beginnen können. Und doch: Die dritte Generation macht es einem nach wie vor nicht leicht, sie zu mögen. Irgendwie wirkt alles zu glatt. Um Mic Wrights <a href="http://brokenbottleboy.tumblr.com/post/16116503213/a-whore-in-a-burka-the-moment-skins-lost-me-for-good" target="_blank">Vorlage</a> noch einmal aufzugreifen: <em>»Come Series 5, it resembled, more than ever, an animated version of elegantly wasted American Apparel ads.«</em> Die Darsteller sind alle ein wenig zu schön, die Kleidung durchweg ein wenig zu geschmackvoll. Das wäre nicht so schlimm, ließen einen die Schauspieler nicht weitgehend emotional unberührt. Einzig Franky schafft es zeitweise, mich zu begeistern, aber als Nachfolgerin eines Tony, einer Effy oder eines Cook kann sie nur verlieren. Warum leisten sich die Serienmacher nicht wieder einmal einen Sid? Jeden Tag dieselbe Mütze, dieselbe unmögliche Frisur, dieselben 90er-Jahre-Revival-Klamotten. Wären die Werbepartner damit nicht einverstanden?</p>
<p><em>Skins</em> erlebt gerade wieder solch einen Höhenflug, dass ich mir wünschte, die Produzenten würden sich auf die Stärken der Serie konzentrieren und darauf verzichten, drumherum ein &#8220;authentisches Markenerlebnis&#8221; aufzubauen. Social Media ist toll, aber ich möchte genausowenig meiner Waschmittelmarke auf Twitter folgen wie ich die Facebook-Fanpage von Alos und Richards <a href="http://facebook.com/fcknorrisskins" target="_blank">fiktiver Band</a> liken werde. Absichtliche Leaks sind toll, aber noch besser ist es, wenn eine Millionen Menschen gleichzeitig den Fernseher einschalten, anstatt sich die Pilotfolge eine Woche im Voraus aus dem Netz zu streamen. Die Web-2.0-Aktivitäten der fiktiven Figuren haben mittlerweile ein derartiges Ausmaß erreicht, dass sie auf einer <a href="http://e4.com/skins/lockin" target="_blank">zentralen Seite</a> gebündelt werden müssen. Die Kids erkennen einen falschen Hype. Ihr habt noch acht Episoden übrig. Kreiert einen echten.</p>
<h5>Dies ist der erste Teil einer fünfteiligen Serie über zeitgenössische Fernsehkultur, eine verlorene Generation und intelligente Drehbuchautoren. <em>»Zurich? Like</em> in <em>space?«</em></h5>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/GGuQwN-Cdd0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>4 Jahre floffimedia.de</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 16:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Hurra, ein Jubiläum! Natürlich weiß ich, dass ihr euch alle nach nichts mehr sehnt, als diesen gewöhnlichen, bitterkalten Dienstag im Spätwinter zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Deshalb: Hoch die Gläser! Hoffen wir auf einen guten Einstieg ins mittlerweile fünfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2716" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.flickr.com/photos/transmediale/6708063623/sizes/l/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-2716" src="http://floffimedia.de/images/4-Jahre-floffimedia.de_.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Creative Commons transmediale</p></div>
<p>Hurra, ein Jubiläum! Natürlich weiß ich, dass ihr euch alle nach nichts mehr sehnt, als diesen gewöhnlichen, bitterkalten Dienstag im <del>Spät</del>winter zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Deshalb: Hoch die Gläser! Hoffen wir auf einen guten Einstieg ins mittlerweile fünfte Jahr floffimedia, feiern wir den Fortbestand der letzten Bastion stilechter popkultureller Geschmacksvermittlung. Vor nicht weniger als vier Jahren machte sich ein naiver Jüngling auf in die Welt der Templates, Trackbacks und Trolle und wurde zu einem etwas weniger naiven Jüngling mit eigerner Domain und stabil laufender WordPress-Installation.</p>
<p>Nun aber mal im Ernst: Das fast schon zur Tradition gewordene <strong>Mixtape</strong> bleibt dieses Jahr aus, was nicht ausschließlich an den aufgebrauchten Freiminuten unseres <a href="http://soundcloud.com/floffimedia" target="_blank">Soundcloud-Accounts</a> liegt. Ich bin mir nämlich obendrein recht sicher, dass ihr die <a href="http://floffimedia.de/musik/hundert-hoch-drei-2011/" target="_blank">Hundert-Hoch-Drei-Liste</a> noch nicht ansatzweise durchgearbeitet habt und neue Musik wird hier frühestens dann gepostet, wenn ihr die komplette Diskographie aller beteiligten Künstler auswendig chronologisch aufsagen könnt. Rückwärts. Trotzdem könnte es aber durchaus möglich sein, dass wir heimlich noch eine Überraschung nachreichen. Das hängt hauptsächlich davon ab, ob ich mein mannsgroßes Aufschiebeproblem doch noch irgendwann in den Griff bekomme.</p>
<p>Auch was die <strong>Verlosungsaktion</strong> angeht, muss ich euch leider noch etwas vertrösten. Aber hier seid ihr ein wenig Warten ja schon beinahe gewohnt. Wenn alles nach Plan verläuft, und das wird es mit Sicherheit, kann ich zumindest schon einmal garantieren, dass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen müssen wird. Mehr werde ich im Augenblick noch nicht verraten.</p>
<p>Um doch noch für ein wenig Festtagsstimmung zu sorgen, habe ich mich kopfüber in Zahlenberge gestürzt. Anstatt euer Nutzungsverhalten zu analysieren (das ehrlich gesagt ziemlich langweilig ausfällt), habe ich meine Posting-Frequenz und die Artikellängen genauer untersucht. Überraschend ist für mich, dass ich im <strong>ersten Jahr 35</strong>, im <strong>zweiten Jahr</strong> ganze <strong>138</strong>, im <strong>dritten Jahr</strong> dafür wieder nur <strong>46</strong> und auch im <strong>vierten Jahr</strong> nur <strong>45</strong> Beiträge veröffentlicht habe. Allerdings kein Grund zur Resignation: Die <strong>78.757</strong> insgesamt getippten Wörter, die nebenbei einen ansehnlichen Roman ergeben würden, verteilen sich mit <strong>8.738 Wörtern in Jahr 1 (250 Wörter pro Artikel)</strong>, <strong>32.388 Wörtern in Jahr 2 (235 Wörter pro Artikel)</strong>, <strong>15.861 Wörtern in Jahr 3 (345 Wörter pro Artikel)</strong> und <strong>21.770 Wörtern in Jahr 4 (484 Wörter pro Artikel)</strong>. Nachfolgend habe ich das einmal visualisiert.</p>
<div id="attachment_2714" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2714" src="http://floffimedia.de/images/Wörter-pro-Artikel-4-Jahre.jpg" alt="" width="600" height="347" /><p class="wp-caption-text">Veränderung der durchschnittlichen Wortanzahl pro Artikel von Ende Januar 2008 bis Ende Januar 2012</p></div>
<p>Es ist tatsächlich so, dass ich mich mittlerweile davor scheue, euch einen Text mit weniger als fünfhundert Wörtern zu präsentieren. Auch wenn ich weiß, dass nach dem zweiten Absatz sowieso niemand mehr mitliest. In den letzten Wochen war ich weitaus produktiver als lange Zeit zuvor, denn so langsam scheine ich endlich den richtigen Themenmix gefunden zu haben. Die nur ansatzweise vorhande Positionierung in einer bestimmten Nische &#8211; das Schlagwort &#8220;Lifestyle-Blog&#8221; trifft es vielleicht noch am besten, auch wenn ich den Begriff nicht wirklich mag &#8211; hat mich in der vergangenen Zeit immer wieder gehemmt und ratlos gemacht. Ich habe versucht, Kulturgüter, die von anderen produziert wurden, in einem bestimmten Kontext zu beleuchten, um das Gefühl zu bekommen, etwas Einzigartiges, Eigenständiges zu erzeugen. Ich werde Fotos, wie schon im letzten halben Jahr ansatzweise geschehen, mehr und mehr in Serien aufnehmen; ich werde Menschen endlich real <a href="http://re-publica.de/12/" target="_blank">treffen</a>, von denen ich bisher nur durch ihren virtuellen Output weiß, dass sie interessante Dinge zu sagen haben. Ich werde mein <a href="http://floffimedia.de/blog/neues-blogroll/" target="_blank">Versprechen</a> einlösen und endlich Interviews führen (zum Glück nehmt ihr es mit den Versprechen sowieso nicht so <a href="http://floffimedia.de/blog/einen-baum-pflanzen/" target="_blank">genau</a>). Weniger <a href="http://www.spreeblick.com/2012/01/27/the-state-of-spreeblick/" target="_blank">Blog-Beamter</a>, mehr Brückenbauer zwischen dem, was noch als On- und Offline-Welt bezeichnet wird. Und wenn es doch wieder neue Musik, neue Filme und neue Serien sein sollen, dann bestenfalls aus Gebieten, die es <a href="http://floffimedia.de/musik/ishome/" target="_blank">noch</a> <a href="http://floffimedia.de/musik/cd-review-the-year-of-hibernation-youth-lagoon/" target="_blank">nicht</a> in den Diskurs der deutschsprachigen Blogosphäre geschafft haben.</p>
<p>Das sind selbstverständlich sehr hohe Ziele, die ich nur mit einer weiterhin engagierten und vielleicht auch noch etwas wachsenden Leserschar erreichen kann. Auf jeden Fall warten spannende Zeiten auf uns alle.</p>
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		<title>Serienwahn: Black Mirror</title>
		<link>http://floffimedia.de/filme/serienwahn-black-mirror/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 07:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst kürzlich habe ich mir noch Gedanken darüber gemacht, wie unterpräsent die digitale Wirklichkeit in unserer Alltagskultur nach wie vor ist. Es scheint so, als habe der technologische Fortschritt unser aller Bewusstsein einfach komplett überrollt. Man könnte ohne Probleme Bücher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2708" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-2708" src="http://floffimedia.de/images/Charlie-Brookers-Black-Mirror.jpg" alt="" width="600" height="337" /><p class="wp-caption-text">© Channel 4</p></div>
<p>Erst kürzlich habe ich mir noch Gedanken darüber gemacht, wie unterpräsent die digitale Wirklichkeit in unserer Alltagskultur nach wie vor ist. Es scheint so, als habe der technologische Fortschritt unser aller Bewusstsein einfach komplett überrollt. Man könnte ohne Probleme Bücher über Twitter-Revolutionäre, YouTube-Stars oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NfIT1X3lnIY" target="_blank">Facebook-Romanzen</a> schreiben und doch findet die reflexive Betrachtung neuer technischer und medialer Möglichkeiten noch immer nur in einer Minderheit statt. Eine Veränderung dieses Zustands ist wohl langfristig nur durch einen entsprechenden Paradigmenwechsel in Bildung und Erziehung zu erreichen. Auf der anderen Seite genügt oftmals aber auch schon ein kurzer, überspitzter Blick in eine fiktive Zukunft, um den öffentlichen Diskurs anzuheizen und das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen: Man rufe sich nur einmal in Erinnerung, wie wegweisend ein <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)" target="_blank">1984</a></em> sein kann, gerade, weil es mit aller Härte zuschlägt.</p>
<p>Charlie Brooker, britische TV-Koryphäe, hat für Channel 4 die dreiteilige Miniserie <em><a href="http://www.channel4.com/programmes/black-mirror/" target="_blank">Black Mirror</a></em> geschaffen, in der ein düsterer Blick in nicht weit entfernte Zukunft geworfen wird. Die erste Episode, <strong>&#8220;The National Anthem&#8221;</strong>, ist unserer Gegenwart am nächsten und deshalb vielleicht auch am interessantesten. Prinzessin Susannah, vielgeliebtes Mitglied der Königlichen Familie, wird entführt und verliest in einem YouTube-Video die Erpresserbotschaft ihres Kidnappers. Darin wird Premierminister Michael Callow beim Leben der Prinzessin aufgefordert, vor den Augen der Welt live auf allen Fernsehkanälen einen höchst unanständigen Akt zu verüben. Was dann folgt, ist nicht nur ein erstklassiger Einblick in den Medienzirkus, sondern auch unverblümte Gesellschaftskritik. Es entspricht Brookers schwarzem Humor, den Täter die Geschehnisse rückblickend als &#8220;erstes großes Kunstwerk des einundzwanzigsten Jahrhunderts&#8221; bezeichnen zu lassen.<span id="more-2707"></span></p>
<p>Ein wenig gemäßigter geben sich dagegen <strong>&#8220;15 Million Merits&#8221;</strong> und <strong>&#8220;The Entire History Of You&#8221;</strong>. In erstgennanter Folge spielt sich der Lebensinhalt einer Sci-Fi-Gesellschaft darin ab, mit Hometrainer die benötigte Energie für den Betrieb der Umwelt zu erzeugen. Statt Geld gibt es für Leistungen aller Art ein Punktesystem. Die einzige Möglichkeit, aus dem System auszubrechen, stellt eine Castingshow dar, für deren Teilnahme 15 Millionen Punkte benötigt werden. Hervorzuheben ist die darstellerische Leistung Daniel Kaluuyas, der unter all den großartigen Schauspielern der Serie noch einmal besonders hervorsticht. Man kennt ihn vielleicht noch aus <em><a href="http://www.e4.com/skins/" target="_blank">Skins</a></em>, wo sein Beitrag weniger in der stereotypischen Verkörperung des Posh Kenneth liegt, sondern vielmehr in seinen Verdiensten als Drehbuchautor hinter den Kulissen.</p>
<p>Die letzte Folge beschäftigt sich mit den Konsequenzen, die die vollständige Aufzeichnung des eigenen Lebens aus der Egoperspektive für sich selbst und für andere hätte. Es werden Einflüsse auf das Berufs- und Privatleben angeschnitten, doch insgesamt steht das persönliche Scheitern der Protagonisten aneinander im Vordergrund. Hier wird deutlich, dass allgemeines Misstrauen und die Herrschaft der Angst nicht durch ein &#8220;System&#8221; geschürt werden müssen, wenn sich die Menschen nur von selbst gegenseitig überwachen. Ein sehr heftiges Finale, das einen noch stärker trifft als die Episode davor, weil es alle positiven Aspekte rigoros ausblendet und dabei auch noch gar nicht weit vom Heute entfernt ist.</p>
<p><em>Black Mirror</em> besticht durch seine Konsequenz: Hier wird nichts beschönigt, verharmlost oder frühzeitig abgebrochen. Dass dieser pessimistische Blick in die Zukunft &#8211; der Name kommt nicht von ungefähr &#8211; ebenfalls bewegend sein kann, möchte ich nicht leugnen; doch trotz allem dürfen wir nicht vergessen, tagtäglich gegen die SOPAs, PIPAs und ACTAs dieser Welt zu kämpfen, die uns mit kleinen Schritten solchen Dystopien immer näher bringen. <em>»A twisted parable for the Twitter age«</em> nennt der Sender die Serie, und um bei Orwell zu bleiben: Ein knappes Jahrhundert später könnte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere" target="_blank">Animal Farm</a> ungefähr so aussehen.</p>
<p>Channel 4 hat <em>Black Mirror</em> schon im Dezember 2011 ausgestrahlt, doch ihr findet die Serie auch nach wie vor auf YouTube. Danke an <a href="http://www.crackajack.de/2011/12/05/charlie-brookers-black-mirror-s01e01/" target="_blank">René</a> und <a href="http://www.amypink.com/2011/12/black-mirror-brainfucks-from-the-future/" target="_blank">Marcel</a> für den Tipp!</p>
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		<title>Massaker in Porzellan</title>
		<link>http://floffimedia.de/fotografie/massaker-in-porzellan/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 19:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[All die ausdruckslosen Gesichter, die dich aus leeren Augen anstarren. Köpfe, einer neben dem anderen, leere Schädel, offene Münder. Abgetrennte Gliedmaßen, die sich neben verstümmelten Torsi auftürmen. Sieh dir nur diese winzigen Fingerchen an, die kleinen Füßchen. Die steil nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2695" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-01.jpg" alt="" width="855" height="578" /></p>
<p>All die ausdruckslosen Gesichter, die dich aus leeren Augen anstarren. Köpfe, einer neben dem anderen, leere Schädel, offene Münder. Abgetrennte Gliedmaßen, die sich neben verstümmelten Torsi auftürmen. Sieh dir nur diese winzigen Fingerchen an, die kleinen Füßchen. Die steil nach oben gereckten Hälse, die nur darauf warten, endlich an einem eigenen Körper befestigt zu werden.</p>
<p>Ein Streifzug durch eine Puppenwerkstatt und einige meiner ersten Bilder mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pentax_ME_Super" target="_blank">Pentax ME Super</a>.<span id="more-2694"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2696" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-02.jpg" alt="" width="855" height="574" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2697" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-03.jpg" alt="" width="855" height="580" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2698" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-04.jpg" alt="" width="855" height="581" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2699" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-05.jpg" alt="" width="855" height="575" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2700" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-06.jpg" alt="" width="855" height="578" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2701" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-07.jpg" alt="" width="855" height="582" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2702" src="http://floffimedia.de/images/Porzellanpuppen-08.jpg" alt="" width="855" height="578" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Hundert Hoch Drei 2011</title>
		<link>http://floffimedia.de/musik/hundert-hoch-drei-2011/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 03:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sammlung von 100 Songs aus 100 Alben, die von 100 verschiedenen Interpreten im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden Wer etwas aufmerksamer mitgelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass es hier im vergangenen Jahr praktisch keine Musik-Rezensionen gab. Das liegt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2693" title="Hundert Hoch Drei 2011" src="http://floffimedia.de/images/Hundert-Hoch-Drei-2011.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<h3>Eine Sammlung von 100 Songs aus 100 Alben, die von 100 verschiedenen Interpreten im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden</h3>
<p>Wer etwas aufmerksamer mitgelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass es hier im vergangenen Jahr praktisch keine Musik-Rezensionen gab. Das liegt nicht daran, dass ich von keinen Neuentdeckungen zu berichten gehabt hätte. Im Gegenteil. Ich habe 2011 so viele neue Alben gehört wie noch nie zuvor. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, neue Platten in einzelnen Artikeln zu besprechen. Denn meistens bin ich mit allem viel zu spät dran. Ich kann nicht unter Zeitdruck eine angemesse Kritik schreiben, nur, damit sie noch vor dem offiziellen VÖ-Termin erscheint.</p>
<p>Auf der anderen Seite werde ich des Öfteren gefragt, welche Musik ich denn höre. Die Frage, auf deren Basis früher in der Schule über Freundschaften entschieden wurde also. Und ich weiß dann auf die Schnelle selten, was ich antworten soll. &#8220;Indie?&#8221; &#8220;Elektro?&#8221; Mir fällt in diesen Momenten gerne die Selbstbeschreibung unseres Radios ein: &#8220;Für uns zählt Musik, die durch echte Leidenschaft entstanden ist. So bestimmt auch Indie ganz selbstverständlich den Grundtenor, allerdings mehr als Haltung denn als Genre. Ob Rock, Punk, Electronic, Blues, Folk &#8211; Toleranz bedeutet Vielfalt.&#8221; Nur kommen mir eben keine konkreten Bands in den Sinn. Was soll ich auch sagen, wenn sich in meinem Facebook-Profil unter der Musik-Rubrik über 200 Künstler befinden, über deren Hierarchie ich noch nicht entschieden habe?</p>
<p>Für beide Probleme habe ich mir eine ganz fabelhafte Lösung überlegt. Vor mehr oder weniger zwölf Monaten begann ich damit, alle interessanten Alben-Neuerscheinungen tabellarisch festzuhalten. Das Ergebnis ist Hundert Hoch Drei, ein etwas detaillierterer Querschnitt durch die beste Musik unserer Generation. Ich provoziere gerne mit der Haltung, Geschmack sei nicht subjektiv, sondern in erster Linie eine Frage des Überblicks. Für die Bekräftigung dieser These habe ich mir selbst recht viel Mühe gegeben und wochenlang Material recherchiert, durchgehört und sortiert. Herausgekommen ist ein Liste, die mit ziemlicher Sicherheit den Horizont jedes Einzelnen von euch erweitern wird. Weil so viele Songs, Alben und Künstler darunter sind, die ich auch selbst nie entdeckt hätte, wenn ich mir nicht das Ziel des Hundert-Projekts gesetzt hätte. Die Behauptung, heutzutage werde keine wegweisende Musik mehr veröffentlicht, die erstaunlicherweise sowohl von jungen wie alten Menschen vertreten wird, sollte ein für alle mal als kulturpessimistisch entlarvt werden.<span id="more-2692"></span></p>
<p>Genug der vielen Worte: Hört selbst!</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" width="855" height="570" data="http://grooveshark.com/widget.swf"><param name="movie" value="http://grooveshark.com/widget.swf" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="flashvars" value="hostname=cowbell.grooveshark.com&#038;playlistID=42645662&#038;bbg=000000&#038;bth=000000&#038;pfg=000000&#038;lfg=000000&#038;bt=FFFFFF&#038;pbg=FFFFFF&#038;pfgh=FFFFFF&#038;si=FFFFFF&#038;lbg=FFFFFF&#038;lfgh=FFFFFF&#038;sb=FFFFFF&#038;bfg=666666&#038;pbgh=666666&#038;lbgh=666666&#038;sbh=666666&#038;p=0" /></object></p>
<p>Etwas erschreckend ist, dass es im Jahr 2012 immer noch keinen Dienst gibt, der grenzübergreifend verlässliches Audio-Streaming anbietet. Grooveshark ist meines Wissens derzeit die beste Alternative, doch auch hier werden in regelmäßigen Abständen Titel gelöscht. Weist mich darauf hin, falls Probleme auftreten sollten, ich gebe mein Bestes.</p>
<p>Zur Sicherheit und zur besseren Übersicht folgt abschließend die vollständige Tabelle. Ich habe nach Veröffentlichungsmonaten und innerhalb dieser nach Anfangsbuchstabe des Interpreten sortiert. Ob ich das Projekt auch in diesem Jahr fortführen werde, kann ich noch nicht sagen. Zu sehr schwirrt mir noch der Kopf von den Vorbereitungen für diese Ausgabe. Doch ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich spätestens Anfang Februar nicht mehr widerstehen kann, mein Hörerlebnis erneut in Listenform festzuhalten.</p>
<table width="855" border="1" rules="all" cellspacing="0" cellpadding="4">
<thead>
<tr>
<td><strong>#</strong></td>
<td><strong>Mon</strong></td>
<td><strong>Song</strong></td>
<td><strong>Interpret</strong></td>
<td><strong>Album</strong></td>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>001</td>
<td>Jan</td>
<td>Finally Begin</td>
<td>Cold War Kids</td>
<td>Mine Is Yours</td>
</tr>
<tr>
<td>002</td>
<td>Jan</td>
<td>Rolling In The Deep</td>
<td>Adele</td>
<td>21</td>
</tr>
<tr>
<td>003</td>
<td>Jan</td>
<td>Who&#8217;s In Control?</td>
<td>British Sea Power</td>
<td>Valhalla Dancehall</td>
</tr>
<tr>
<td>004</td>
<td>Jan</td>
<td>All The Time</td>
<td>Cloud Nothings</td>
<td>Cloud Nothings</td>
</tr>
<tr>
<td>005</td>
<td>Jan</td>
<td>Suicide Demo For Kara Walker</td>
<td>Destroyer</td>
<td>Kaputt</td>
</tr>
<tr>
<td>006</td>
<td>Jan</td>
<td>Pigeon</td>
<td>Tennis</td>
<td>Cape Dory</td>
</tr>
<tr>
<td>007</td>
<td>Feb</td>
<td>Suffication Blues</td>
<td>Black Pistol Fire</td>
<td>Black Pistol Fire</td>
</tr>
<tr>
<td>008</td>
<td>Feb</td>
<td>Shell Games</td>
<td>Bright Eyes</td>
<td>The People&#8217;s Key</td>
</tr>
<tr>
<td>009</td>
<td>Feb</td>
<td>The Wilhelm Scream</td>
<td>James Blake</td>
<td>James Blake</td>
</tr>
<tr>
<td>010</td>
<td>Feb</td>
<td>Restless</td>
<td>Kakkmaddafakka</td>
<td>Hest</td>
</tr>
<tr>
<td>011</td>
<td>Feb</td>
<td>Rano Pano</td>
<td>Mogwai</td>
<td>Hardcore Will Never Die, But You Will</td>
</tr>
<tr>
<td>012</td>
<td>Feb</td>
<td>Separator</td>
<td>Radiohead</td>
<td>The King Of Limbs</td>
</tr>
<tr>
<td>013</td>
<td>Feb</td>
<td>Divina</td>
<td>Toro Y Moi</td>
<td>Underneath The Pine</td>
</tr>
<tr>
<td>014</td>
<td>Feb</td>
<td>Get Away</td>
<td>Yuck</td>
<td>Yuck</td>
</tr>
<tr>
<td>015</td>
<td>Mär</td>
<td>Open Arms</td>
<td>Elbow</td>
<td>Build A Rocket Boys!</td>
</tr>
<tr>
<td>016</td>
<td>Mär</td>
<td>Get In Line</td>
<td>I&#8217;m From Barcelona</td>
<td>Forever Today</td>
</tr>
<tr>
<td>017</td>
<td>Mär</td>
<td>Horse With The Wings</td>
<td>Julia Stone</td>
<td>The Memory Machine</td>
</tr>
<tr>
<td>018</td>
<td>Mär</td>
<td>Get Some</td>
<td>Lykke Li</td>
<td>Wounded Rhymes</td>
</tr>
<tr>
<td>019</td>
<td>Mär</td>
<td>Life Is Life</td>
<td>Noah And The Whale</td>
<td>Last Night On Earth</td>
</tr>
<tr>
<td>020</td>
<td>Mär</td>
<td>Second Chance</td>
<td>Peter, Bjorn And John</td>
<td>Gimme Some</td>
</tr>
<tr>
<td>021</td>
<td>Mär</td>
<td>Godless Girl</td>
<td>The Crookes</td>
<td>Chasing After Ghosts</td>
</tr>
<tr>
<td>022</td>
<td>Mär</td>
<td>Heart In Your Heartbreak</td>
<td>The Pains Of Being Pure At Heart</td>
<td>Belong</td>
</tr>
<tr>
<td>023</td>
<td>Mär</td>
<td>Under Cover Of Darkness</td>
<td>The Strokes</td>
<td>Angles</td>
</tr>
<tr>
<td>024</td>
<td>Mär</td>
<td>Wetsuit</td>
<td>The Vaccines</td>
<td>What Did You Expect From The Vaccines?</td>
</tr>
<tr>
<td>025</td>
<td>Mär</td>
<td>The Party &amp; The After Party</td>
<td>The Weeknd</td>
<td>House Of Balloons</td>
</tr>
<tr>
<td>026</td>
<td>Mär</td>
<td>Civilian</td>
<td>Wye Oak</td>
<td>Civilian</td>
</tr>
<tr>
<td>027</td>
<td>Apr</td>
<td>Make Some Noise</td>
<td>Beastie Boys</td>
<td>Hot Sauce Committee Part Two</td>
</tr>
<tr>
<td>028</td>
<td>Apr</td>
<td>Trembling Hands</td>
<td>Explosions In The Sky</td>
<td>Take Care, Take Care, Take Care</td>
</tr>
<tr>
<td>029</td>
<td>Apr</td>
<td>Walk</td>
<td>Foo Fighters</td>
<td>Wasting Light</td>
</tr>
<tr>
<td>030</td>
<td>Apr</td>
<td>Do It Again</td>
<td>Holy Ghost!</td>
<td>Holy Ghost!</td>
</tr>
<tr>
<td>031</td>
<td>Apr</td>
<td>The Look</td>
<td>Metronomy</td>
<td>The English Riviera</td>
</tr>
<tr>
<td>032</td>
<td>Apr</td>
<td>Last Night At The Jetty</td>
<td>Panda Bear</td>
<td>Tomboy</td>
</tr>
<tr>
<td>033</td>
<td>Apr</td>
<td>DNA</td>
<td>The Kills</td>
<td>Blood Pressures</td>
</tr>
<tr>
<td>034</td>
<td>Apr</td>
<td>We Are Fucking Angry</td>
<td>The King Blues</td>
<td>Punk &amp; Poetry</td>
</tr>
<tr>
<td>035</td>
<td>Apr</td>
<td>Gangsta</td>
<td>tUnE-yArDs</td>
<td>w h o k i l l</td>
</tr>
<tr>
<td>036</td>
<td>Apr</td>
<td>Killer Crane</td>
<td>TV On The Radio</td>
<td>Nine Types Of Light</td>
</tr>
<tr>
<td>037</td>
<td>Apr</td>
<td>I Heard You Say</td>
<td>Vivian Girls</td>
<td>Share The Joy</td>
</tr>
<tr>
<td>038</td>
<td>Mai</td>
<td>Lost Weekend</td>
<td>Art Brut</td>
<td>Brilliant! Tragic!</td>
</tr>
<tr>
<td>039</td>
<td>Mai</td>
<td>Blanket</td>
<td>Bachelorette</td>
<td>Bachelorette</td>
</tr>
<tr>
<td>040</td>
<td>Mai</td>
<td>You Are A Tourist</td>
<td>Death Cab For Cutie</td>
<td>Codes and Keys</td>
</tr>
<tr>
<td>041</td>
<td>Mai</td>
<td>Milkman</td>
<td>EMA</td>
<td>Past Life Martyred Saints</td>
</tr>
<tr>
<td>042</td>
<td>Mai</td>
<td>Fabrication</td>
<td>Emalkay</td>
<td>Eclipse</td>
</tr>
<tr>
<td>043</td>
<td>Mai</td>
<td>Montezuma</td>
<td>Fleet Foxes</td>
<td>Helplessness Blues</td>
</tr>
<tr>
<td>044</td>
<td>Mai</td>
<td>Houdini</td>
<td>Foster The People</td>
<td>Torches</td>
</tr>
<tr>
<td>045</td>
<td>Mai</td>
<td>MindKilla</td>
<td>Gang Gang Dance</td>
<td>Eye Contact</td>
</tr>
<tr>
<td>046</td>
<td>Mai</td>
<td>Virgin</td>
<td>Manchester Orchestra</td>
<td>Simple Math</td>
</tr>
<tr>
<td>047</td>
<td>Mai</td>
<td>Come Closer</td>
<td>Miles Kane</td>
<td>Colour Of The Trap</td>
</tr>
<tr>
<td>048</td>
<td>Mai</td>
<td>Victoria Lucas</td>
<td>Moby</td>
<td>Destroyed</td>
</tr>
<tr>
<td>049</td>
<td>Mai</td>
<td>For 12</td>
<td>Other Lives</td>
<td>Tamer Animals</td>
</tr>
<tr>
<td>050</td>
<td>Mai</td>
<td>Kimba</td>
<td>Retro Stefson</td>
<td>Kimbabwe</td>
</tr>
<tr>
<td>051</td>
<td>Mai</td>
<td>Street Joy</td>
<td>White Denim</td>
<td>D</td>
</tr>
<tr>
<td>052</td>
<td>Mai</td>
<td>Albatross</td>
<td>Wild Beasts</td>
<td>Smother</td>
</tr>
<tr>
<td>053</td>
<td>Jun</td>
<td>Reckless Serenade</td>
<td>Arctic Monkeys</td>
<td>Suck It And See</td>
</tr>
<tr>
<td>054</td>
<td>Jun</td>
<td>Raw Meat</td>
<td>Black Lips</td>
<td>Arabia Mountain</td>
</tr>
<tr>
<td>055</td>
<td>Jun</td>
<td>Perth</td>
<td>Bon Iver</td>
<td>Bon Iver</td>
</tr>
<tr>
<td>056</td>
<td>Jun</td>
<td>Oh My God</td>
<td>Cults</td>
<td>Cults</td>
</tr>
<tr>
<td>057</td>
<td>Jun</td>
<td>2 Hearts</td>
<td>Digitalism</td>
<td>I Love You Dude</td>
</tr>
<tr>
<td>058</td>
<td>Jun</td>
<td>I Don&#8217;t Want To Go To Sleep Either</td>
<td>FM Belfast</td>
<td>Don&#8217;t Want To Sleep</td>
</tr>
<tr>
<td>059</td>
<td>Jun</td>
<td>Queen Of Hearts</td>
<td>Fucked Up</td>
<td>David Comes To Life</td>
</tr>
<tr>
<td>060</td>
<td>Jun</td>
<td>The Greeks</td>
<td>Is Tropical</td>
<td>Native To</td>
</tr>
<tr>
<td>061</td>
<td>Jun</td>
<td>Little Shocks</td>
<td>Kaiser Chiefs</td>
<td>The Future Is Medieval</td>
</tr>
<tr>
<td>062</td>
<td>Jun</td>
<td>Never Never</td>
<td>Sbtrkt</td>
<td>Sbtrkt</td>
</tr>
<tr>
<td>063</td>
<td>Jun</td>
<td>Concrete Gold</td>
<td>Wu Lyf</td>
<td>Go Tell Fire To The Mountain</td>
</tr>
<tr>
<td>064</td>
<td>Jun</td>
<td>The Edge</td>
<td>Yuksek</td>
<td>Living On The Edge Of Time</td>
</tr>
<tr>
<td>065</td>
<td>Jul</td>
<td>Reckless (With Your Love)</td>
<td>Azari &amp; III</td>
<td>Azari &amp; III</td>
</tr>
<tr>
<td>066</td>
<td>Jul</td>
<td>Shuffle A Dream</td>
<td>Little Dragon</td>
<td>Ritual Union</td>
</tr>
<tr>
<td>067</td>
<td>Jul</td>
<td>Sleep Forever</td>
<td>Portugal. The Man</td>
<td>In The Mountain In The Cloud</td>
</tr>
<tr>
<td>068</td>
<td>Jul</td>
<td>Moving Further Away</td>
<td>The Horrors</td>
<td>Skying</td>
</tr>
<tr>
<td>069</td>
<td>Jul</td>
<td>Far Away</td>
<td>Washed Out</td>
<td>Within And Without</td>
</tr>
<tr>
<td>070</td>
<td>Jul</td>
<td>Lions In Cages</td>
<td>Wolf Gang</td>
<td>Suego Faults</td>
</tr>
<tr>
<td>071</td>
<td>Jul</td>
<td>Natalia&#8217;s Song</td>
<td>Zomby</td>
<td>Dedication</td>
</tr>
<tr>
<td>072</td>
<td>Aug</td>
<td>Oh, Why</td>
<td>Balam Acab</td>
<td>Wander / Wonder</td>
</tr>
<tr>
<td>073</td>
<td>Aug</td>
<td>Payne&#8217;s Bay</td>
<td>Beirut</td>
<td>The Rip Tide</td>
</tr>
<tr>
<td>074</td>
<td>Aug</td>
<td>The Complete Knock</td>
<td>Blood Orange</td>
<td>Coastal Grooves</td>
</tr>
<tr>
<td>075</td>
<td>Aug</td>
<td>Shuffle</td>
<td>Bombay Bicycle Club</td>
<td>A Different Kind Of Fix</td>
</tr>
<tr>
<td>076</td>
<td>Aug</td>
<td>Definite Darkness</td>
<td>Cymbals Eat Guitars</td>
<td>Lenses Alien</td>
</tr>
<tr>
<td>077</td>
<td>Aug</td>
<td>The Adventures Of Rain Dance Maggie</td>
<td>Red Hot Chili Peppers</td>
<td>I&#8217;m With You</td>
</tr>
<tr>
<td>078</td>
<td>Sep</td>
<td>Candil De La Calle</td>
<td>Apparat</td>
<td>The Devil&#8217;s Walk</td>
</tr>
<tr>
<td>079</td>
<td>Sep</td>
<td>Little Numbers</td>
<td>BOY</td>
<td>Mutual Friends</td>
</tr>
<tr>
<td>080</td>
<td>Sep</td>
<td>Summer Solstice</td>
<td>Crystal Antlers</td>
<td>Two-Way Mirror</td>
</tr>
<tr>
<td>081</td>
<td>Sep</td>
<td>MONKEY (Go Home Now)</td>
<td>Dear Reader</td>
<td>Idealistic Animals</td>
</tr>
<tr>
<td>082</td>
<td>Sep</td>
<td>Ghosts</td>
<td>dEUS</td>
<td>Keep You Close</td>
</tr>
<tr>
<td>083</td>
<td>Sep</td>
<td>Bedroom Eyes</td>
<td>Dum Dum Girls</td>
<td>Only in Dreams</td>
</tr>
<tr>
<td>084</td>
<td>Sep</td>
<td>How Come You Never Go There</td>
<td>Feist</td>
<td>Metals</td>
</tr>
<tr>
<td>085</td>
<td>Sep</td>
<td>Vomit</td>
<td>Girls</td>
<td>Father, Son, Holy Ghost</td>
</tr>
<tr>
<td>086</td>
<td>Sep</td>
<td>Re-wired</td>
<td>Kasabian</td>
<td>Velociraptor!</td>
</tr>
<tr>
<td>087</td>
<td>Sep</td>
<td>Grillwalker</td>
<td>Modeselektor</td>
<td>Monkeytown</td>
</tr>
<tr>
<td>088</td>
<td>Sep</td>
<td>Surgeon</td>
<td>St. Vincent</td>
<td>Strange Mercy</td>
</tr>
<tr>
<td>089</td>
<td>Sep</td>
<td>I Don&#8217;t Know How To Love</td>
<td>The Drums</td>
<td>Portamento</td>
</tr>
<tr>
<td>090</td>
<td>Sep</td>
<td>For The One</td>
<td>WATERS</td>
<td>Out In The Light</td>
</tr>
<tr>
<td>091</td>
<td>Sep</td>
<td>Cannons</td>
<td>Youth Lagoon</td>
<td>The Year Of Hibernation</td>
</tr>
<tr>
<td>092</td>
<td>Okt</td>
<td>Shake It Out</td>
<td>Florence + The Machine</td>
<td>Ceremonials</td>
</tr>
<tr>
<td>093</td>
<td>Okt</td>
<td>Balance</td>
<td>Future Islands</td>
<td>On the Water</td>
</tr>
<tr>
<td>094</td>
<td>Okt</td>
<td>Civilization</td>
<td>Justice</td>
<td>Audio, Video, Disco</td>
</tr>
<tr>
<td>095</td>
<td>Okt</td>
<td>Midnight City</td>
<td>M83</td>
<td>Hurry Up, We&#8217;re Dreaming</td>
</tr>
<tr>
<td>096</td>
<td>Okt</td>
<td>Mama Shelter</td>
<td>The Strange Boys</td>
<td>Live Music</td>
</tr>
<tr>
<td>097</td>
<td>Okt</td>
<td>Act On Impulse</td>
<td>We Were Promised Jetpacks</td>
<td>In The Pit Of The Stomach</td>
</tr>
<tr>
<td>098</td>
<td>Nov</td>
<td>Terra Incognita</td>
<td>Atlas Sound</td>
<td>Parallax</td>
</tr>
<tr>
<td>099</td>
<td>Nov</td>
<td>Adrift</td>
<td>Tycho</td>
<td>Dive</td>
</tr>
<tr>
<td>100</td>
<td>Dez</td>
<td>Gold On The Ceiling</td>
<td>The Black Keys</td>
<td>El Camino</td>
</tr>
</tbody>
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		<title>10.000 Bilder</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 04:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der elfte November war ein Freitag und ich hatte eigentlich ganz andere Dinge vor. Trotzem holte ich die Kamera raus und stürzte mich in die Menschenmassen auf dem Alexanderplatz, gerade als sich die blaue Stunde wie ein Schleier über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2677" src="http://floffimedia.de/images/Migration-Time.jpg" alt="" width="855" height="570" /></p>
<p>Der elfte November war ein Freitag und ich hatte eigentlich ganz andere Dinge vor. Trotzem holte ich die Kamera raus und stürzte mich in die Menschenmassen auf dem Alexanderplatz, gerade als sich die blaue Stunde wie ein Schleier über die Stadt senkte. Flickr rief zur Aktion <a href="http://www.flickr.com/groups/flickr111111/" target="_blank">11|11|11</a> auf und es gibt bekanntlich sowieso nie genug Gründe, um vor die Tür zu gehen und Fotos zu machen. Ich mag synchronisierte Ereignisse. Dieser Aspekt ist vermutlich das Beste an Silvester und er machte auch aus diesem Abend im Herbst etwas Besonderes. Es war ein Abend in einem Jahr, in dem ich fortging, um Träume zu verwirklichen. Ein Abend in einer meiner ersten Wochen in einer neuen Stadt.</p>
<p>Mir gefällt das Bild, das entstanden ist, als ich unter der Weltzeituhr stand und den Blick gen Himmel richtete. In erster Linie fällt wahrscheinlich seine Ästhetik auf. Tatsächlich habe ich einige Anpassungen in Photoshop vorgenommen, obwohl ich mich in der letzten Zeit immer weniger um Nachbearbeitung kümmere. Die Vögel flogen auch im Original so schön, dass ich keinen davon retuschieren oder einfügen musste, doch ich habe die Perspektive nachträglich ein wenig verändert. Jeder, der ab und zu eine Kamera in die Hand nimmt, kennt die Drittelregel. Dieses Rezept zur Verbesserung der Komposition mit geringsten Mitteln ist mittlerweile so überstrapaziert, dass ich mich zunehmend für Symmetrie begeistere. Also habe ich die Stahlstreben so platziert, dass sie auf den ersten Blick regelmäßig wirken und die Anomalie erst bei näherem Hinsehen auffällt. Dazu trägt auch die Position der Planeten bei, die nebenbei stärker Aufschluss über den Ort der Aufnahme geben und einen interessanten Kontrast zum Himmel geben. Ebender hatte zu dem Zeitpunkt wirklich genau diese Farbe. Mich stören am bei ISO 1600 obligatorischen Rauschen nur die Farbfehler, ansonsten habe ich den Eindruck, dass es zusammen mit der leichten Vignettierung die Bildwirkunng sanft unterstreicht.</p>
<p>Nicht nur Vogelschwärme waren unterwegs, auch ich bin 2011 viele alte Wege weitergegangen und habe neue eingeschlagen. Zum Beispiel den Pfad zur absoluten literarischen Erleuchtung durch absolut ernsten Pathos. Ich nannte das Foto &#8220;Migration Time&#8221;. Auf so vielen Wegen stehe ich noch fast am Anfang und kann habe den Startpunkt oft noch besser im Auge als das Ziel. Das kann entmutigend sein, aber auch Neugierde auf das Unbekannte wecken. Ich bin sehr neugierig.<span id="more-2675"></span></p>
<p><em>»Deine ersten 10.000 Bilder sind deine Schlechtesten,«</em> zitiert Martin Gommel frei nach <a href="http://www.helmut-newton.de/" target="_blank">Helmut Newton</a> in seinem Aufruf <a href="http://kwerfeldein.de/index.php/2011/10/21/mut-zur-mittelmasigkeit/" target="_blank">&#8220;Mut zur Mittelmäßigkeit&#8221;</a>. Beim letzten Zählen befanden sich gute 4.000 Fotos in meinem Archiv, die alle von meiner geliebten <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00131W8IW/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=flofdasmultbl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B00131W8IW" target="_blank">450D</a> [Affiliate-Link] stammen und die ich alle noch nicht wirklich ernstnehmen kann. Aber ernster als das, was ich davor produziert habe. Ich bin erst seit drei Jahren fest entschlossen unterwegs, und die Reise ist lang. Martin Wolf wiederum fragt jedem Leser nach dem <a href="http://visuellegedanken.de/2011-12-21/blogparade-euer-bestes-foto-2011/" target="_blank">persönlich als bestes befundenen Foto des Jahres</a>, was mich zu diesem Artikel und dem Posten dieses Bildes veranlasst hat. Ich habe keine Angst mehr davor, in der Mittelmäßigkeit unterzugehen. Ich mache mir keinen Druck. Ich brauche Zeit, zu lernen.</p>
<p>Früher spielte sich die Zeitrechnung in Epochen ab. Es gab Moden, Trends, Bewegungen. Ein Stil hatte eine Halbwertszeit, er wurde exponentiell bis zu seiner Omnipräsenz immer beliebter, bevor er langsam verglühte und vergessen wurde. Heute spielt sich die Zeitrechnung in der Messung von Bandbreiten ab. Wie viele Fotos und Videos pro Sekunde gepostet werden, wie viele verschiedene Songs gehört, wie viele Tweets abgesetzt. Kein Stil ist mehr allgegenwärtig. Stattdessen werden wir tagtäglich mit einer unbewältigbaren Masse an Individualität konfrontiert. Es gibt so viele Herangehensweisen an ein Foto, wie es Möglichkeiten gibt, ein einzelnes Leben zu führen.</p>
<p>Warum werden nach Vollendung des zwanzigsten Jahrhunderts Dekaden nicht mehr als Schlagworte für einen bestimmten Zeitgeist funktionieren? Warum benutzt fast niemand den Begriff &#8220;Nullerjahre&#8221;, und wenn, nur zur Beschreibung einer Zeitspanne der Orientierungslosigkeit? Weil es nur noch ein davor gibt. Und ein danach. Wir sind der Nullpunkt.</p>
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		<title>CD-Review: The Year Of Hibernation (Youth Lagoon)</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 18:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweitausendelf ist endgültig vorüber, doch ich sitze immer noch an seiner Aufarbeitung. Der musikalische Jahresrückblick dürfte demnächst endlich vollständig sein, doch ich entdecke immer noch neue Alben und großartige Künstler, die ich in den letzten Monaten einfach gnadenlos verpasst habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2674" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://ceciliamajzoub.4ormat.com/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-2674" src="http://floffimedia.de/images/Youth-Lagoon-Trevor-Powers.jpg" alt="" width="600" height="405" /></a><p class="wp-caption-text">© Cecilia Majzoub</p></div>
<p>Zweitausendelf ist endgültig vorüber, doch ich sitze immer noch an seiner Aufarbeitung. Der musikalische Jahresrückblick dürfte demnächst endlich vollständig sein, doch ich entdecke immer noch neue Alben und großartige Künstler, die ich in den letzten Monaten einfach gnadenlos verpasst habe. Zum Beispiel, als Marcel am Mittwoch ein neues Musikvideo zum Track <strong>&#8220;July&#8221;</strong> <a href="http://www.amypink.com/2012/01/youth-lagoon-july/" target="_blank">postete</a> und schrieb: <em>»Besser hätten wir den temporären Soundtrack unseres Lebens nicht wählen können.«</em> Ein Link führte zum anderen und plötzlich war ich tief versunken in der Musik Trevor Powers&#8217;, der sich auf der Bühne nur <em><a href="http://youthlagoon.blogspot.com/" target="_blank">Youth Lagoon</a></em> nennt.</p>
<p>Das fantastische Erstlingswerk des 22 Jahre jungen Englisch-Studenten aus dem beschaulichen Boise in Idaho nennt sich <strong>&#8220;The Year of Hibernation&#8221;</strong> (<a href="http://www.simfy.de/artists/1224071-Youth-Lagoon/albums/1257221-The-Year-of-Hibernation" target="_blank">Simfy</a>) und ist irgendwo zwischen Indie-Rock und Dream-Pop angesiedelt. &#8220;Fantastisch&#8221; gilt jedoch nicht nur für die Qualität, sondern für die ganze surreale Anmutung; die Remineszenzen an Beach House bis hin zu Animal Collective sind deutlich zu spüren. Ich habe 2011 mehr neue Musik gehört als je zuvor. Trotzdem konnte ich mich nicht auf das eine Album festlegen, das alle meine Erfahrungen und Erlebnisse des ganzen Jahres in allen Facetten widerspiegelt. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, das Youth Lagoon die Suche beendet hat.<span id="more-2672"></span></p>
<p>Ich glaube an Wiederholungen. Es überwältigt mich jedes Mal aufs Neue, ein mitreißendes Thema sich langsam, aber stetig steigern zu hören. Genau das geschieht in allen Songs, allen voran aber <strong>&#8220;Montana&#8221;</strong>. Powers versteht es, Spannungsbögen aufzubauen. Momente grenzenloser Vorfreude. Was auf die einzelnen Songs zutrifft, gilt auch für das ganze Album: Es ist in seiner Unaufgeregtheit sehr schwer, den passenden Zugang zu finden. Und doch enthalten die Lieder etwas, das einen hängenbleiben lässt. Es mag die unwirkliche Stimme des Sängers sein, die sich niemals aufdrängt und sich bewusst in den Hintergrund stellt, oder die schemenhafte, spärliche Instrumentierung, die dennoch auf mehreren Ebenen funktioniert.</p>
<p>Der mehrstimmige, verzerrte Gesang in <strong>&#8220;Cannons&#8221;</strong> trifft mich jedes Mal mit voller Wucht. Das schon erwährte <strong>&#8220;July&#8221;</strong> gewinnt Schritt für Schritt an Komponenten hinzu, bis es am Schluss in einem fulminanten Feuerwerk endet. <strong>&#8220;17&#8243;</strong> ist der Song über den erkenntnisreichen Schritt in die Adoleszenz, den mit Sicherheit jeder Künstler auf seine eigene Weise schreiben muss. <em>»When I was seventeen, my mother said to me: &#8220;Don&#8217;t stop imagining. The day that you do is the day that you die.&#8221;«</em></p>
<p>Man muss diesem Mann gut zuhören, und das mehr als einmal. Er erzählt Geschichten von jugendlicher Sehnsucht und dem Gefühl des Verlorenseins. In seiner <a href="http://www.fatpossum.com/artists/youth-lagoon" target="_blank">Selbstbeschreibung</a> wird konstatiert <em>»Hidden beneath the melodies is a voice that is eerie yet nostalgic. Powers claims his music is like letting people read his journal. &#8220;I don&#8217;t think I could ever write a completely happy album. It&#8217;s not that I&#8217;m not a happy person,&#8221; claims Powers, &#8220;but I just have too many things in my mind that haunt me.&#8221;«</em> An <a href="http://pitchfork.com/news/43359-rising-youth-lagoon/" target="_blank">anderer Stelle</a> bemerkt er: <em>»I just wanted to write honest songs. So much music nowadays is really shallow. There&#8217;s not much heart or emotion in it.«</em></p>
<p><strong>&#8220;The Year of Hibernation&#8221;</strong> ist ein gutes Stück leiser und unaufdringlicher als alle anderen Veröffentlichungen im letzten Jahr. Aber in seiner Andersartigkeit irgendwie auch ein gutes Stück besser.</p>
<h3>*****</h3>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/34332459?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="600" height="338"></iframe></p>
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