Geschmack für alle Lebenslagen

Serienwahn: Mr. Robot

»Sometimes I dream of saving the world«: Protagonist Elliot Alderson.

Es ist schwierig, ein Held zu sein, wenn man den Großteil der Menschen nicht mag. Wobei nicht mögen wahrscheinlich der falsche Ausdruck ist—auch wenn Elliot es selbst so nennt. Er ist skeptisch. Zu lang die Kette von Enttäuschungen, die bis in seine Kindheit reicht. Zu irrsinnig das Spiel, in dem sich Menschen für die oberflächlichen Gratifikationen des modernen Lebens in alle Richtungen verbiegen und es selbst nicht einmal merken.

Elliots Anteilnahme am Schicksal seiner Weggefährtinnen beschränkt sich also auf das Nötigste. Ja, er spioniert die Personen in seinem Umfeld mithilfe seiner Hacker-Superkräfte aus. Aber dahinter steckt weniger der Wunsch, Menschen zu manipulieren, als vielmehr das dringende Bedürfnis, sich eine sichere Nische zu schaffen, auf die die Umwelt einen möglichst kleinen Einfluss hat.

Das Genie, das so viel Positives bewirken könnte, ist fast schon ein Langweiler. Schlimmer noch: Auch Elliot erliegt der Doppelmoral, die ihm so verhasst ist. Auch er bestreitet sein Einkommen, indem er für das System arbeitet, das er in Gedanken so gerne stürzen würde.

Welche Gründe gäbe es demnach für den Großteil der Menschen, so einen Helden zu mögen? Nicht gerade viele. Wenn Elliot nicht ausgerechnet in eine Situation stolpern würde, die den Ausgangspunkt für die größte Revolution der Geschichte bilden könnte.

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